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25.02.2019

Recycler kritisieren von EU anvisierten Grenzwert

Vorläufige Einigung würde Elektronik-Recycling erschweren

Die EU verschärft die Vorschriften für persistente organische Schadstoffe (sogenannte POP-Stoffe, Persistent Organic Pollutants). Am 20. Februar 2019 einigten sich Vertreter des Europäischen Parlaments, des Rats und der Kommission im Rahmen ihrer „Trilogverhandlungen“ auf neue Grenzwerte für den Flammhemmer DecaBDE (Decabromdiphenylether) und andere bromierte Diphenylether. Mit den vereinbarten Änderungen soll die Verordnung stärker an die allgemeinen EU-Rechtsvorschriften für Chemikalien angeglichen werden.

Auswirkungen hat der neue Grenzwert im Speziellen auf das Recycling von Kunststoffen aus Elektronik-Altgeräten. Die Aufbereiter von Kunststoffen aus Elektroaltgeräten sehen die Halbierung des Grenzwertes von bisher 1000 ppm auf nun 500 ppm, „ohne dass hierfür eine wissenschaftliche Grundlage oder weitere Folgenabschätzungen bestehen“, mit Unverständnis.

Kritik vom bvse

„Der neue Grenzwert wird das gewünschte Recycling von Kunststoffen aus E-Schrott weiter erschweren“, erklärt bvse-Referent Dr. Thomas Probst und argumentiert: „Mit den in der Praxis etablierten Messtechniken wird es schwierig, den neuen Grenzwert sicher einzuhalten. Infolgedessen werden mehr Kunststoffe aussortiert, um den Grenzwert zu garantieren.“

In der Konsequenz werde die Recyclingquote weiter sinken, und noch mehr Kunststoff müsse thermisch entsorgt werden. „Die nun im Verbrennungsmarkt zusätzlich zu erwartenden Mengen verschärfen die Situation der ohnehin knappen Verbrennungskapazitäten noch einmal mehr“, fügte bvse-Fachreferent Andreas Habel hinzu.

In der Praxis trennen spezialisierte Recycler in einer Kaskade an Verfahren die Kunststoffe aus den Altgeräten auf. Die Fraktion mit Flammhemmern wird thermisch verwertet. Dagegen wird der überwiegende Rest, der geringe Anteile an bromierten Flammhemmern enthalten darf, nach einer weiteren Behandlung als Recyclat weiterverwertet.

Details der „Trilogverhandlungen“

Unter dem rumänischen Ratsvorsitz war am Dienstag vereinbart worden, das Flammschutzmittel DecaBDE in die Stoffliste aufzunehmen und den Wert für unbeabsichtigte Spurenverunreinigungen auf 10 mg/kg für den Fall festzulegen, dass DecaBDE in Stoffen enthalten ist. Darüber hinaus wurde der unbeabsichtigte Spurenkontaminationswert für die Summe aller bromierten Diphenylether (BDE), einschließlich DecaBDE, auf 500 mg/kg festgesetzt, wenn sie in Mischungen und Gegenständen enthalten sind. Weiterhin soll eine Überprüfungsklausel alle Auswirkungen des Grenzwerts von 500 mg/kg auf Gesundheit und Umwelt für die Summe aller BDEs bewerten.

Das Abkommen wird den EU-Botschaftern zur Billigung im Namen des Rates nach der technischen Überarbeitung des Textes vorgelegt. Das Parlament und der Rat werden dann aufgefordert, den Verordnungsvorschlag in erster Lesung anzunehmen. (kk)

Weiterführende Information
  • Kunststoffrecycling

    Das Online-Special rund um das Recycling von Kunststoffen

    Nur wenige Werkstoffe sind für eine Verwertung so gut geeignet wie Kunststoffe. In unserem Special „Kunststoffrecycling“ haben wir für Sie eine Auswahl an relevanten und aktuellen Entwicklungen und Produkten zum Thema Wiederverwertung von Kunststoffen zusammengestellt.   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 09/2017

    Recyclingverfahren CreaSolv für EPS

    Flammschutzmittel HBCD abtrennen

    Bei der Entsorgung von expandiertem Polystyrol treten auf Grund von gesundheitsbedenklicher Additive, wie etwa dem Flammschutzmitteln HBCD, Probleme auf. Damit EPS nach der Nutzphase nicht verbrennt werden muss, wurde ein entsprechendes Recyclingverfahren entwickelt.   mehr

  • 20.05.2014

    BASF verwendet umweltfreundlicheres Flammschutzmittel in XPS-Anlage

    Bis Ende 2014 ist die vollständige Umstellung der XPS- und EPS-Produktion in Europa auf umweltfreundlichere Flammschutzmittel geplant (Bild: BASF).   mehr

  • Bild: Flammschutzmittel: Gebremstes Boomen
    Kunststoffe 04/2011, Seite 70 - 74

    Trendbericht: Flammschutzmittel: Gebremstes Boomen

    Nach der Krise mit teilweise dramatischen Einbußen im Flammschutzgeschäft hat sich die Branche glänzend erholt. Aufgrund von...   mehr

  • Bild: Umweltfreundlich – aber sicher
    Kunststoffe 04/2009, Seite 88 - 90

    Green Electronics: Umweltfreundlich – aber sicher

    Immer stärker fordern Umweltverbände, ökologisch sensible Verbraucher und nicht zuletzt gesetzliche Richtlinien die Entwicklung neuer...   mehr

Unternehmensinformation

bvse - Bundesverband Sekundärroh- stoffe und Entsorgung e.V.

Fränkische Straße 2
DE 53229 Bonn
Tel.: 0228 98849-0
Fax: 0228 98849-99

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