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29.11.2019

CO2 -Innovation im Rampenlicht

Covestro in der Endrunde für Deutschen Zukunftspreis

  • Produktionsvorstand Klaus Schäfer drückte gemeinsam mit rund 150 geladenen Kollegen aus dem erfolgreichen Projektteam CO2 dem Covestro-Team beim Deutschen Zukunftspreis in Berlin die Daumen (© Covestro)

    Produktionsvorstand Klaus Schäfer drückte gemeinsam mit rund 150 geladenen Kollegen aus dem erfolgreichen Projektteam CO2 dem Covestro-Team beim Deutschen Zukunftspreis in Berlin die Daumen (© Covestro)

  • CO2-Innovation im Scheinwerferlicht im Finale des Deutschen Zukunftspreises (v.l.): Dr. Berit Stange, Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, Prof. Walter Leitner, Dr. Christoph Gürtler, Sucheta Govil und Dr. Markus Steilemann (© Covestro)

    CO2 -Innovation im Scheinwerferlicht im Finale des Deutschen Zukunftspreises (v.l.): Dr. Berit Stange, Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, Prof. Walter Leitner, Dr. Christoph Gürtler, Sucheta Govil und Dr. Markus Steilemann (© Covestro)

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Ein neues Verfahren zur Verwendung von Kohlendioxid als Rohstoff zählt zu den besten Innovationen dieses Jahres. Die neue Technologie macht CO2 in der Kunststoffproduktion nutzbar und spart so fossile Ressourcen wie Erdöl ein. Mit diesem Verfahren ist ein Team des Werkstoffherstellers Covestro und der RWTH Aachen ins Finale für den renommierten Deutschen Zukunftspreis gekommen, der am Mittwochabend auf einer Gala in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen wurde.

Der Deutsche Zukunftspreis wird jährlich für herausragende Leistungen in Technik und Naturwissenschaften vergeben, die zu anwendungsreifen Produkten führen. Das „Team CO2 “, das es unter die drei Finalisten schaffte und seine Innovation auf der Bühne in Berlin präsentierte, besteht aus Dr. Christoph Gürtler und Dr. Berit Stange von Covestro sowie Professor Walter Leitner, der an der RWTH Aachen und am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion lehrt und forscht. Das Trio hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung und Markteinführung des innovativen Verfahrens.

Zeitgemäße Innovation

„Wir freuen uns riesig, dass wir ins Finale gekommen sind. Der Gedanke hinter der CO2 -Innovation passt genau in unsere Zeit: Fossile Quellen wie Erdöl können nicht länger die zentrale Ressource der Industrie sein, wenn die Welt in eine treibhausgasarme Zukunft aufbricht“, sagte der Covestro-Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann. „Wir sehen uns nun darin bestärkt, weiter intensiv an innovativen Lösungen für mehr Nachhaltigkeit in vielen Bereichen zu arbeiten. Insbesondere die Entwicklung alternativer Rohstoffe wie CO2 werden wir gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft weiter vorantreiben. Bei diesem Thema kann sich Deutschland als Chemie- und Forschungsstandort profilieren.“

Beitrag zur Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft

Nach den Worten von Team-Sprecher Gürtler leistet die CO2-Nutzung einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung, indem der konventionelle Rohstoff Erdöl als Kohlenstoffquelle teilweise ersetzt wird. Zugleich ließen sich so auch besser wiederverwertbare Kunststoffe erzeugen, deren Bestandteile leichter recycelt werden könnten. Die Kreislaufwirtschaft werde aber auch durch die Wiederverwendung von Kohlendioxid gefördert.

„Zudem sehen wir in der Verwendung von CO2 beträchtliches Potenzial zur Wertschöpfung“, betonte Gürtler, der bei Covestro für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte verantwortlich ist. „Mit der neuen Plattform-Technologie lässt sich CO2 für eine breite Palette an hochwertigen Kunststoffen verwenden“, erläuterte Berit Stange. Sie ist bei Covestro in leitender Funktion für Kreislaufwirtschaft zuständig und hat die Vermarktung des neuen Verfahrens vorangetrieben.

Pilotanlage in Dormagen

Ins Rollen gekommen ist die CO2 -Nutzung mit einem Forschungsdurchbruch. Dabei wurde die große Herausforderung überwunden, dass CO2 nur sehr mühsam chemische Verbindungen eingeht. Die Lösung lag im Wesentlichen in einem maßgeschneiderten Katalysator. 2011 wurde in einer eigens konstruierten Pilotanlage in Leverkusen die Technologie in größerem Maßstab und in kontinuierlichen Verfahrensdurchgängen getestet. 2015 wurde schließlich am Produktionsstandort Dormagen die erste Anlage gebaut, die die CO2 -basierten Polyole industriell herstellt. Damit lässt sich die chemische Reaktion so steuern, dass sie umweltverträglich, wirtschaftlich und effizient ist.

Dieser Durchbruch ist Experten von Covestro und dem CAT Catalytic Center gelungen, einer von dem Unternehmen und der RWTH Aachen gemeinsam betriebenen Forschungseinrichtung. Die Fachwelt hatte nach einem solchen Katalysator jahrzehntelang gesucht.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Die Polyole, die Covestro unter dem Namen cardyon in Dormagen herstellt, können für Matratzen, Polstermöbel oder als Unterbeläge von Sportböden verwendet werden.Bereits 2018 wurde beim Crefelder Hockey und Tennis Club (CHTC) der weltweit erste mit Kohlendioxid hergestellte Sportboden installiert.

In einem weiteren Forschungsprojekt ist es zudem gelungen, elastische Textilfasern auf CO2 -Basis herzustellen, zunächst zu Versuchszwecken. Sie können beispielsweise für Strümpfe und medizinische Textilien eingesetzt werden und so herkömmliche Fasern auf Erdölbasis ablösen. Covestro arbeitet unter anderem mit verschiedenen Textilherstellern daran, die Produktion in den Industriemaßstab und die neuartigen Fasern zur Marktreife zu bringen. Der Standort Dormagen ist bei der Nutzung von CO2 als alternativem Rohstoff also ganz vorne mit dabei.

Sieger des Zukunftspreises 2019

Den ersten Platz beim Deutschen Zukunftspreis 2019 machte das Team „Process Mining“ mit ihrer Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Die ausgezeichnete Celonis SE hat eine neuartige Methode entwickelt, um Prozesse umfassend zu analysieren, darzustellen, zu verstehen – und effizienter zu gestalten. Das „Process Mining“ lässt sich in allen Bereichen und auf allen Ebenen von Unternehmen einsetzen, macht selbst komplexe und miteinander verwobene Vorgänge sichtbar und entwirft als operatives System eigenständig Vorschläge für nutzbringende Veränderungen.

Weiterführende Information
  • 29.11.2019

    Rohstoff der Zukunft

    Meinung

    Beim Deutschen Zukunftspreis schaffte es ein Team in die Endrunde, das durch ein spezielles Verfahren CO2 als chemischen Ausgangsstoff nutzbar machen möchte.   mehr

  • 16.09.2019

    Covestro verkauft PC-Platten-Geschäft

    Standorte in Belgien und Italien betroffen

    Nach Nordamerika und Indien ist nun Europa dran. Der Kunststoffhersteller Covestro trennt sich von seiner europäischen Polycarbonatplattensparte. Die neuen Eigner stammen aus München.   mehr

  • 05.06.2019

    Sucheta Govil wird CCO von Covestro

    Neuer Chief Commercial Officer komplettiert Vorstand

    Der Werkstoffhersteller Covestro besetzt zum 1. August 2019 auch das Ressort des Chief Commercial Officer (CCO) und komplettiert damit seinen Vorstand.   mehr

  • 13.03.2019

    Polymere auf digitaler Chemie-Handelsplattform

    Direktes Einkaufen mit Angeboten für Geschäftskunden

    Kunden erwarten es, eine möglichst breite Palette an Produkten und ergänzenden Dienstleistungen sehr flexibel über verschiedene Kanäle beziehen zu können. Ein Materialhersteller experimentiert daher mit einem Direct Store, auf dem direktes Einkaufen von Basis-Chemikalien möglich sein soll.   mehr

  • 26.02.2019

    Covestro erzielt gute Ergebnisse

    Steigende Nachfrage bei stärkerem Wettbewerbsdruck

    Mengen und Konzernumsatz von Covestro stiegen 2018 zwar, aber das Ergebnis konnte nicht an das Vorjahr anknüpfen. Die Prognose für 2019 ist geprägt von weiterem Mengenwachstum bei niedrigeren Margen.   mehr

  • 21.01.2019

    Covestro und Haier planen gemeinsames Digitalisierungslabor

    Smarte Produktion und Charakterisierung von PUR

    Covestro und die Haier-Gruppe, eine globale Marke für Haushaltsgeräte, wollen in Qingdao/China, ein gemeinsames Labor für die Digitalisierung der Geräteproduktion einrichten.   mehr

  • Die Zehnkämpfer
    Kunststoffe 01/2019, Seite 14 - 17

    Die Zehnkämpfer

    Dr. Markus Steilemann emanzipiert Covestro und macht den Konzern digital und weltweit agil

    An das farbenfrohe Logo und den Namen Covestro hat man sich bereits gewöhnt. Neu ist seit Sommer Dr. Markus Steilemann an der Spitze des...   mehr

  • 10.10.2018

    Nachfrage schafft Wachstumspotenzial

    Covestro baut MDI-Kapazität weiter aus

    Die Covestro AG investiert rund 1,5 Mrd. Euro in die Errichtung einer neuen World-Scale-Anlage mit 500 kt Kapazität für MDI pro Jahr in Baytown, USA.   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 10/2018

    3D-gedruckter Stoßdämpfer mit hoher Funktionalität

    Drei Verfahren, drei Werkstoffe, ein Bauteil

    Ein kombiniertes Bauteil mit verschiedenen Materialien, hergestellt in unterschiedlichen Verfahren, zeigt Covestro auf der Fakuma 2018. Damit will das Unternehmen demonstrieren, dass sich die Filamente, Pulver und flüssigen Rohstoffe für viele Branchen und Anwendungen eignen.   mehr

    Covestro Deutschland AG

  • 13.04.2018

    Wechsel an der Unternehmensspitze vorgezogen

    Dr. Markus Steilemann ist neuer CEO von Covestro

    Mit dem Amtsantritt von Steilemann wird der Unternehmensvorstand aus drei Mitgliedern bestehen. Dr. Klaus Schäfer wird weiterhin als CTO tätig sein, Dr. Thomas Toepfer als CFO.   mehr

  • 08.03.2018

    Covestro kommerzialisiert Composites

    Produktionsanlage im fränkischen Markt Bibart eröffnet

    Die Covestro AG, Leverkusen, beginnt mit der Großserienfertigung endlosfaser-verstärkter thermoplastischer Verbundwerkstoff. Dafür wurde die Produktionskapazität deutlich erweitert und das fränkische Markt Bibart zu einem Standort für Hightech-Werkstoffe ausgebaut.   mehr

  • 01.02.2018

    Das Auto-Cockpit wird individuell und funktional

    Folientechnologien für den Autoinnenraum

    Covestro präsentiert auf der Fachtagung „Folien+Fahrzeug“ Chancen für den Einsatz von Polycarbonat- und thermoplastischen Polyurethan-Folien.   mehr

Unternehmensinformation

Covestro Deutschland AG

Kaiser-Wilhelm-Allee 60
DE 51373 Leverkusen
Tel.: 0214 60092000

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