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23.12.2019

Schwer recycelbares PET wiederverwerten

Branchenübergreifendes Konsortium für chemisches Recycling gegründet

Von den weltweit gesammelten PET-Kunststoffflaschen werden mehr als 75 Prozent recycelt, aber nur 12 Prozent finden nach Daten von Wood MacKenzie Chemicals den Weg zurück in neue Flaschen (© Alpla)

Von den weltweit gesammelten PET-Kunststoffflaschen werden mehr als 75 Prozent recycelt, aber nur 12 Prozent finden nach Daten von Wood MacKenzie Chemicals den Weg zurück in neue Flaschen (© Alpla)

Führende Unternehmen, die entlang der Wertschöpfungskette von Kunststoffverpackungen tätig sind – darunter Unternehmen, die an der Herstellung, Verwendung, Sammlung und dem Recycling von Verpackungen aus Polyethylenterephthalat (PET) beteiligt sind – gaben am 19. Dezember 2019 die Gründung eines neuen Konsortiums bekannt. Es soll dazu beitragen, Probleme mit Kunststoffabfällen zu reduzieren, indem die Kommerzialisierung der Recyclingtechnologie BP Infinia vorangetrieben wird.

Mitglieder des Konsortiums sind der Verpackungs- und Recyclingspezialist Alpla, die Lebensmittel-, Getränke- und Konsumgüterhersteller Britvic, Danone und Unilever, der Entsorgungs- und Recyclingspezialist Remondis sowie der Energie- und Petrochemieproduzent BP.

Das Konsortium will die Kommerzialisierung der Recyclingtechnologie BP Infinia beschleunigen, mit der sich opake und schwer recycelbare (sog. „opaque and difficult-to-recycle“) PET-Kunststoffabfälle zu recycelten Rohstoffen verarbeitet lassen. BP geht davon aus, dass derzeit „Milliarden von opaken und schwer recycelbaren PET-Kunststoffflaschen und Tiefziehschalen“ entsorgt werden, weil sie mit konventionellen Recyclingverfahren schwer zu recyceln sind.

Ziel sei es, einen neuen, zirkulären Ansatz für den Umgang mit PET-Kunststoffabfällen zu entwickeln. Im Oktober 2019 hatte BP Petrochemicals Pläne für den Bau einer 25 Mio. USD teuren Pilotanlage in den USA angekündigt, um die Technologie vor dem kommerziellen Einsatz kontinuierlich testen zu können.

„Das Konsortium ist eine Ergänzung zu unseren bereits bestehenden intensiven Aktivitäten im mechanischen Recycling und fokussiert auf postindustrielle PET-Abfälle, schwer recycelbare PET-Verpackungen und PET-Tiefziehschalen“, sagte Georg Lässer, Head of Recycling bei Alpla. „Mit BP an der Spitze haben wir einen sehr starken und erfahrenen Partner, der sein Know-how in der Produktion von Neuware einbringt.“

BP verfüge über Erfahrung in der Entwicklung und Skalierung von Technologien, betonte Rita Griffin, BP Chief Operating Officer Petrochemicals, und zeigte sich zuversichtlich, das auch mit dem Infinia-Prozess zu schaffen. „Aber wir wissen, dass wir den Kreislauf nicht alleine schließen können“, so Griffin weiter. „Deshalb freuen wir uns sehr, gemeinsam mit Branchenführern ein praktisches Geschäftsmodell zu entwickeln und in der Praxis zu testen.“

Downcycling sowie Deponierung und Verbrennung vermeiden

PET wird häufig als Hohlkörperverpackungen für Lebensmittel, Getränke, Körper- oder Haushaltspflege verwendet. Das Material ist leicht, strapazierfähig und vielseitig einsetzbar und gehört zu den am häufigsten gesammelten und recycelten Arten von Kunststoff.

Von den weltweit gesammelten PET-Kunststoffflaschen werden mehr als 75 Prozent recycelt, aber nur 12 Prozent des Sammelgutes finden nach Daten von Wood MacKenzie Chemicals den Weg zurück in neue Flaschen. Der Rest geht in „Downcycling“-Anwendungen abseits des Flaschenkreislaufs. An deren Ende steht häufig aufgrund fehlender Abfallsammelsysteme die Deponierung, energetische Verwertung oder Entsorgung in Verbrennungsanlagen. (kk)

PET-Sammelraten

Nach Angaben von Wood MacKenzie Chemicals werden von den weltweit 27 Mio. t PET, die für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen produziert werden, etwa 23 Mio. t als Flaschen und 4 Mio. t als Thermoform-Produkte, wie z.B. Lebensmitteltassen, genutzt. Im Jahr 2019 werden schätzungsweise 13 Mio. t Flaschen weltweit gesammelt und zu 10 Mio. t Recyclingmaterial umgewandelt. Davon werden 1,6 Mio. t für Flaschen verwendet.

Die Abschätzung von BP basiert darauf, dass die Produktion von recycelter Terephthalsäure (PTA, pure terephthalic acid), die ein Vorprodukt zur Herstellung von PET ist, viele Millionen Tonnen an Rohstoffen aus opaken und schwer recycelbaren PET-Verpackungen erfordert. Basierend auf dem Durchschnittsgewicht spezifischer für diese Technologie geeigneter Verpackungstypen (von 10 bis 30 Gramm) würden sich diese Rohstoffe auf Milliarden von Verpackungsartikeln summieren.

Weiterführende Information
  • Hilfreiche Additive und erste Prototypen
    Kunststoffe 12/2019, Seite 44 - 45

    Hilfreiche Additive und erste Prototypen

    Recycling-Highlights der Werkstoffhersteller auf der K 2019

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  • 20.11.2019

    Jährlich 200.000 t Altkunststoff chemisch recyceln

    Neste und Ravago beginnen Kooperation mit ehrgeizigem Ziel

    Die Unternehmen Neste und Ravago versprechen sich aus ihrer Zusammenarbeit, beim chemischen Recycling von Kunststoffabfällen signifikante industrielle Mengen zu erreichen.   mehr

  • 06.11.2019

    Alpla steigt in PE-HD-Recycling ein

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    Alpla, international tätiger Hersteller von Verpackungslösungen aus Kunststoff, baut seine Recyclingaktivitäten aus: Mit dem Kauf zweier Unternehmen in Spanien erfolgt der Einstieg in das Recycling von Polyolefinen.   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 09/2019

    Von der Linear- zur Kreislaufwirtschaft

    Chemisches Recycling

    Viele Hoffnungen richten sich auf chemisches Recyling als Ergänzung zum rein mechanischen. Ein Projekt von Saudi Basic Industries Corporation (Sabic) sieht nun vor, aus der Pyrolyse von Reststoffen gewonnenes Syntheseöl zu neuen Polymeren aufzubereiten.   mehr

    SABIC Innovative Plastics
    Sabic

  • 28.03.2019

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