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04.12.2018

Windmühlen statt Mauern

Meinung

© Hanser/Zett

© Hanser/Zett

Liebe Leserinnen und Leser,

„wenn der Wind der Veränderung weht, bauen einige Mauern und andere Windmühlen.“ Damit hat der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, frei nach einem chinesischen Sprichwort, die Situation der Kunststoffindustrie im Sturm der allgemeinen Entrüstung kürzlich treffend beschrieben. Das Sprichwort lädt dazu ein, eine andere Sichtweise auf die bekannte Problematik anzunehmen. Vertreter der Kunststoffbranche sehen sich oftmals von falschen Fakten, fehlender Sachkenntnis und emotionalen Einzelbeispielen in die Ecke gedrängt.

Das ist verständlich, doch hilft es unserer Industrie nicht weiter. Sinnvoller ist es, die Kritik als Chance sowie Ansporn zu sehen und, im übertragenen Sinne, als Windrad zu nutzen. Die Verbraucher sind sensibilisiert und bereit, mehr für Recyclingwaren & Co auszugeben. Nachhaltige Entwicklungsprojekte können sich staatlicher Unterstützung sicher sein und nicht zuletzt hat die Branche eine einmalig große Bühne um ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen.

Franziska Gründel

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© 123RF.com/Maitree Laipitaksin

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