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26.09.2019

Viermal Gold beim Deutschen Verpackungspreis 2019

Große Ehre für herausragende Verpackungslösungen

Über 250 Gäste, die 34 besten Innovationen des Jahres und vier herausragende Gold-Gewinner: Die Branchenfeier zur Verleihung des Deutschen Verpackungspreises 2019 brachte Spannung, gute Gespräche und viel Ruhm und Ehre für glänzende Lösungen. Ganz oben auf dem Treppchen: Ein „Design to second use“, eine Universalverpackung aus Post-Consumer-Material, Recyclingmaterial mit neuartiger Barrierelösung und ein einzigartiger Folienbeutel aus unbehandeltem Papier.

  • Mit dem Deutschen Verpackungspreis prämiert das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) jedes Jahr innovative und kreative Verpackungsideen vom scheinbar kleinen, aber wegweisenden Detail bis hin zur grundlegenden Neuerung (© dvi)

    Mit dem Deutschen Verpackungspreis prämiert das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) jedes Jahr innovative und kreative Verpackungsideen vom scheinbar kleinen, aber wegweisenden Detail bis hin zur grundlegenden Neuerung (© dvi)

  • Von den zahlreichen Einreichungen 2019 wurden in verschiedenen Kategorien insgesamt 34 Innovationen mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet. Die Verleihung fand während der Fachpack 2019 in Nürnberg statt (© dvi)

    Von den zahlreichen Einreichungen 2019 wurden in verschiedenen Kategorien insgesamt 34 Innovationen mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet. Die Verleihung fand während der Fachpack 2019 in Nürnberg statt (© dvi)

  • Selbst aus dem Kreis der Sieger stachen vier Verpackungen nochmals hervor - sie wurden daher mit dem Deutschen Verpackungspreis in Gold ausgezeichnet (© dvi)

    Selbst aus dem Kreis der Sieger stachen vier Verpackungen nochmals hervor - sie wurden daher mit dem Deutschen Verpackungspreis in Gold ausgezeichnet (© dvi)

  • Die Alb-Gold Pasta-Papierverpackung der Alb-Gold Teigwaren GmbH ist der erste FSC-zertifizierte Papierbeutel, der die CO2-Belastung gegenüber handelsüblichen Folienbeuteln um 65% reduziert (© Alb-Gold GmbH)

    Die Alb-Gold Pasta-Papierverpackung der Alb-Gold Teigwaren GmbH ist der erste FSC-zertifizierte Papierbeutel, der die CO2 -Belastung gegenüber handelsüblichen Folienbeuteln um 65% reduziert (© Alb-Gold GmbH)

  • Bei der Karton-Steige "Food Protect" der Smurfit Kappa Herzberg Solid Board GmbH überzeugte die Jury vor allem die Barrierelösung des Recyclingmaterials, die Papier- und Kartonsorten nun wieder alle Einsatzmöglichkeiten eröffnet (© Smurfit)

    Bei der Karton-Steige „Food Protect" der Smurfit Kappa Herzberg Solid Board GmbH überzeugte die Jury vor allem die Barrierelösung des Recyclingmaterials, die Papier- und Kartonsorten nun wieder alle Einsatzmöglichkeiten eröffnet (© Smurfit)

  • Einen Gold-Award erhielt auch die Pöppelmann GmbH & Co. KG für ihre "Universalverpackung aus Post-Consumer-Material für geschlossene Kreisläufe", die zu 90 % aus PCR-Material besteht und über die etablierten Systeme sicher entsorgt werden kann (© Pöppelmann)

    Einen Gold-Award erhielt auch die Pöppelmann GmbH & Co. KG für ihre "Universalverpackung aus Post-Consumer-Material für geschlossene Kreisläufe", die zu 90 % aus PCR-Material besteht und über die etablierten Systeme sicher entsorgt werden kann (© Pöppelmann)

  • Auch in der Wettbewerbs-Kategorie "Nachwuchs" gab es einen Gold-Award. Durch Verzicht auf das Standardgewinde für den Deckelverschluss ermöglichten die drei Studentinnen der Verpackungstechnik das maschinelle Greifen des Glases bei voller Kompatibilität zu Standard-Deckeln (© Felicia Kopitzke, Sophia Huber und Daniela Betz)

    Auch in der Wettbewerbs-Kategorie "Nachwuchs" gab es einen Gold-Award. Durch Verzicht auf das Standardgewinde für den Deckelverschluss ermöglichten die drei Studentinnen der Verpackungstechnik das maschinelle Greifen des Glases bei voller Kompatibilität zu Standard-Deckeln (© Felicia Kopitzke, Sophia Huber und Daniela Betz)

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Verleihung des Deutschen Verpackungspreises

Bereits im August hatte das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi), Berlin, als Ausrichter des Deutschen Verpackungspreises die 34 besten Innovationen des Jahres vorgestellt. Auf der Branchenfeier am ersten Tag der FachPack konnten die Repräsentanten der siegreichen Unternehmen aus Deutschland, der Schweiz, Spanien und Schweden nun ihre Trophäe und Urkunde in Empfang nehmen – und mit Spannung auf die Verkündigung der diesjährigen Gold-Awards warten.

Eine Premiere beim Deutschen Verpackungspreis feierte der Preis der Otto-Hänsel-Stiftung für herausragende Leistungen von Studierenden des Maschinenbaus. Der Preis wird vom Stiftungsrat gemeinsam mit dem Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen des VDMA vergeben.

Leistungen Gehör verschaffen

Dr. Bettina Horenburg, dvi-Vorständin und Gesamtverantwortliche für den Deutschen Verpackungspreis, wies in ihren einleitenden Worten darauf hin, dass der Trend zu „Nachhaltigkeit und neuen Materialien mit ihren verschiedenen Facetten noch stärker im Vordergrund stand als im letzten Jahr. Es wurde aber auch deutlich, dass sich Verpackungen nicht auf die Nachhaltigkeit reduzieren lassen. Sie sorgen in erster Linie für den Schutz und die Lagerfähigkeit von Produkten und verhindern Verluste, die aus ökonomischer und ökologischer Sicht schwerwiegend wären."

dvi-Geschäftsführer Winfried Batzke freute sich einerseits darüber, dass Verpackungsthemen von der Öffentlichkeit vermehrt wahrgenommen würden. „Andererseits dürfen wir nicht zulassen, dass uns Nicht-Experten vor sich hertreiben! Die Welt braucht kein Greenwashing, sondern praktikable, durchgerechnete Lösungen, die Sie der Welt erklären müssen. Und da liegt das Problem. Die Branche muss sich noch mehr Gehör verschaffen.“

Viermal Gold

Der Höhepunkt der Branchenfeier war die Bekanntgabe und Verleihung der Gold-Awards. „Wir hatten ein sehr starkes und hochinnovatives Teilnehmerfeld mit Einreichungen aus 14 Nationen. Wer sich in diesem Rahmen durchsetzt und einen Verpackungspreis erringt, der hat Großes vollbracht. Vier Innovationen stechen aber selbst aus dem Kreis der Sieger noch hervor. Sie erhalten von der Jury deshalb den Deutschen Verpackungspreis in Gold“, gratuliert Dr. Horenburg.

Pasta-Verpackung aus Papier

Einen Gold-Award konnte sich die ALB-GOLD Pasta-Papierverpackung der ALB-GOLD Teigwaren GmbH sichern. Die Jury würdigt die äußerst durchdachte und geschickte Anwendung und Auswahl an nachhaltigen Materialien. Sie sorgen für den ersten FSC-zertifizierten Papierbeutel, der die CO2 -Belastung gegenüber handelsüblichen Folienbeuteln um 65 % reduziert. Das unbehandelte Papier ist hervorragend recycelbar und bietet die nötige Barriere. Die Siegelung wird über einen minimalen Auftrag von Siegellack aus Harzen und Wachsen zuverlässig und mit einem Plus an Convenience und Haptik gewährleistet.

Barriere bei Recyclingmaterial

Gold ging auch an „Food Protect“ der Smurfit Kappa Herzberg Solid Board GmbH. Bei der Karton-Steige für Lebensmittel überzeugte die Jury vor allem die Barrierelösung des Recyclingmaterials, die Papier- und Kartonsorten nun wieder alle Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Im Gegensatz zu Barrierelösungen, die auf der Oberfläche aufgebracht werden, wirkt die Aktivkohleschicht von Smurfit Kappas „MB12-Technologie“ im Kern, auf der Fläche und an den Schnittkanten der fertigen Verpackung. MB12 wirkt dabei nicht nur als Barriere, sondern ist auch noch ein Katalysator, der organisch flüchtige Stoffe bindet. Dadurch können bei der Herstellung alle üblichen Verarbeitungstechnologien eingesetzt werden, ohne die Barriere zu unterbrechen. Zusätzlich können weitere Schichten ergänzt werden, beispielsweise zur Feuchte- oder Fettabwehr. So kann äußerst individuell auf die Erfordernisse des Packguts reagiert werden.

Hoher Anteil an Recyclingkunststoff

Über einen Gold-Award konnte sich die Pöppelmann GmbH & Co. KG freuen. Ihre „Universalverpackungen aus Post-Consumer-Material für geschlossene Rohstoffkreisläufe“ wird zu über 90 Prozent aus Post-Consumer-Recycling- (PCR-) Material hergestellt. Die Verpackung wird über das duale System (gelber Sack) entsorgt und im Recyclingstrom sicher erkannt sowie sortiert. Das am Ende des Prozesses entstandene Granulat kann erneut in den Materialkreislauf eingespeist werden. Die Jury sieht in dem Austausch von „Virgin-Material“ durch recycelten Kunststoff einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Steigerung des Anteils an wiederverwendbarem Kunststoff aus Verpackungsabfällen.

Ohne Standardgewinde

Gold gab es erstmals auch in der Wettbewerbs-Kategorie „Nachwuchs“. Die Verpackungstechnik-Studentinnen Felicia Kopitzke, Sophia Huber und Daniela Betz von der Hochschule der Medien in Stuttgart glänzten mit ihrer Innovation „Second Chance“. Die pfiffige Lösung ermöglicht die weitere Nutzung formschöner Verpackungsbehälter aus Glas, indem sie auf das wenig attraktive Standardgewinde für den Deckelverschluss verzichtet. Die Innovation der Studentinnen ermöglicht das maschinelle Greifen des Glases durch angeschnittene Ellipsen in der zweiten Reihe des Behälters – und bleibt dabei voll kompatibel zu Standarddeckeln. Die Jury zeigte sich begeistert von dem „Design to second use“ und lobte insbesondere, wie außergewöhnlich smart und optisch anmutig die Verschlusselemente des Tiegels in das 3D-Designkonzept integriert worden sind.

Die Sieger auf einen Blick

Das dvi präsentiert die Gold-Award-Sieger und eine Auswahl der Verpackungspreisträger in einer Sonderschau auf der FachPack. Auf der Homepage des Deutschen Verpackungspreises finden Interessierte alle 34 ausgezeichneten Innovationen mit Bild und den Wertungstexten der Jury. Die Einreichungsphase für den nächsten Deutschen Verpackungspreis startet voraussichtlich im März 2020. (Red.)

Weiterführende Information
  • 29.08.2019

    Das sind die Sieger des Deutschen Verpackungspreises 2019

    Kunststoffe besonders bei Nachhaltigkeit vorne

    Der Deutsche Verpackungspreis geht in diesem Jahr an 34 Preisträger. Ausgezeichnet wurden unter anderem eine Verpackung für Hanftee und eine Tube für Fußpilzcreme von Bayer. Kunststoffe konnten besonders im Bereich Nachhaltigkeit punkten. In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die spannendsten Produkte.   mehr

  • 22.03.2019

    Jeder Zweite gibt sich selbst die Schuld

    Repräsentative Umfrage des dvi zu Verpackung, Kunststoff und Nachhaltigkeit

    Zum Start des 14. Deutschen Verpackungskongresses in Berlin hat das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. (dvi) die Bürger in einer repräsentativen Umfrage nach ihrer Meinung zu den Themen Verpackung, Kunststoff und Nachhaltigkeit gefragt.   mehr

  • 28.08.2018

    Mehr als nur schön verpackt

    Nachhaltige Designs und effiziente Prozesse

    Die Gewinner des Deutschen Verpackungspreises 2018 stehen fest: Unter mehr als 200 Einsendungen aus zehn Nationen hat die Jury in neun Wettbewerbskategorien die Sieger ermittelt.   mehr

  • 07.06.2018

    Verpackungen werden falsch beurteilt

    dvi veröffentlicht Handlungsempfehlungen

    Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Deutschen Verpackungsinstituts e.V. (dvi) aus Anlass des 4. Tags der Verpackung interessieren sich 92,2% der Bundesbürger für das Thema Verpackung.   mehr

  • 22.03.2018

    Wie es die Deutschen mit Verpackungen halten

    Kunststoffe beim Einkaufen, im Müll und in der Verbrennung

    Laut einer repräsentativen Umfrage achten die Konsumenten in Deutschland sehr bewusst auf den Verpackungstyp. Für die "Plastiktüte" gibt kaum jemand Geld aus, bringt sie aber durchaus auch mal zum Einkaufen mit.   mehr

  • 27.03.2017

    DVI veranstaltet Tag der Verpackung

    Imagekampagne unter dem Motto "Verpackung schützt"

    Um über die unverzichtbaren Leistungen von Verpackungen zu informieren veranstaltet das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. zusammen mit weiteren Institutionen der Verpackungswirtschaft aus Deutschland und Österreich einen Tag der Verpackung.   mehr

  • 03.05.2016

    Um den 9. Juni herum ist der Tag der Verpackung

    dvi lädt zum 2. Tag der Verpackung ein

    Unternehmen der Verpackungswirtschaft zeigen Mitte Juni im deutschsprachigen Raum ihre Leistungen und Talente der Öffentlichkeit.   mehr

Unternehmensinformation

Deutsches Verpackungsinstitut e. V. (dvi)

Kunzendorfstraße 19
DE 14165 Berlin

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