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30.07.2018

Pro Kopf über 220 kg Verpackungsmüll

Erstmals mehr Kunststoffverpackungen recycelt als energetisch verwertet

In Deutschland fielen 2016 insgesamt 18,16 Mio. t Verpackungsabfall an. Das ist ein Anstieg um 0,05 % gegenüber 2015, so der aktuelle Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) zu Aufkommen und Verwertung von Verpackungen in Deutschland. Dies entspricht 220,5 kg Verpackungsabfall pro Kopf. Im Vergleich dazu lag der Pro-Kopf-Verbrauch in der EU 2015 bei 167,3 kg.

  • Mehr stofflich verwertet als energetisch entsorgt: Entsorgungswege von Kunststoffverpackungen (inkl. energetischer Verwertung über den Restmüllpfad) (© Umweltbundesamt)

  • Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen ist zwischen 2000 und 2016 um rund 74 % gestiegen (© Umweltbundesamt)

    Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen ist zwischen 2000 und 2016 um rund 74 % gestiegen (© Umweltbundesamt)

  • Weniger als die Hälfte der Kunststoffverpackungen in Deutschland werden recycelt (© Umweltbundesamt)

    Knapp die Hälfte der Kunststoffverpackungen in Deutschland werden recycelt ... (© Umweltbundesamt)

  • Recyclingquoten 2016: Wie viel Verpackungsmüll wurde 2016 recycelt? (© Umweltbundesamt)

    ... dass trotzdem noch Luft nach oben ist, zeigen Stahl, Papier, Aluminium und Glas (© Umweltbundesamt)

  • Die Entwicklung des Verpackungsverbrauches von Kunststoff, Metall, Glas und Papier seit 2000 (© Umweltbundesamt)

    Die Entwicklung des Verpackungsverbrauchs: Während der Verbrauch von Metall und Glas abgenommen hat, stieg der von Papier und Kunststoff (© Umweltbundesamt)

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70 % des Verpackungsabfalls wurden dem Recycling zugeführt, der Rest wurde großteils energetisch verwertet. „Wir produzieren viel zu viel Verpackungsmüll – das ist schlecht für die Umwelt und für den Rohstoffverbrauch“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA. „Zunächst müssen wir das Recycling und den Rezyklateinsatz weiter stärken, um Ressourcen zu schonen." Außerdem sollten Mehrwegsysteme gestärkt werden, die klare ökologische Vorteile gegenüber Einwegverpackungen haben, so Krautzberger.

Noch viel Recyclingpotenzial bei Kunststoff und Holz

Die Recyclingquote ist vergleichsweise hoch bei Glas (85,5 %), Papier/Karton (88,7 %), Aluminium (87,9 %) und Stahl (92,1 %). Bei Kunststoffen (49,7 %) und Holz (26 %) gibt es noch Potenzial. Kunststoffverpackungen sind aufgrund der Materialvielfalt häufig schwierig zu sortieren und recyceln. 2016 konnten trotzdem 0,9 Prozentpunkte mehr Kunststoffverpackungen recycelt werden als im Vorjahr (49,73 % vs. 48,80 %) – erstmals etwas mehr als der energetischen Verwertung zugeführt wurde (49,69 %).

Ab 1.1.2019 tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Dann muss das Kunststoffrecycling der Verpackungen weiter gesteigert werden, die im dualen System anfallen. Zunächst liegt die Quote bei 58,5 %, ab 2022 bei 63 %. Dies betrifft alle Verpackungen, mit denen sich Hersteller bei dualen Systemen beteiligen müssen und die über die Wertstoffsammlungen (Glas-, Papiersammlung, Gelber Sack, Gelbe Tonne, Wertstofftonne und Wertstoffhöfe) entsorgt werden.

Glas und Aluminium ersetzen Kunststoff

Der von privaten Endverbrauchern verursachte Anteil an der Gesamtmenge betrug 47 % (insgesamt 8,52 Mio. t). Das sind 103,5 kg pro Kopf. Die Ursachen für den nach wie vor hohen Verpackungsverbrauch sind vielfältig. Ein Beispiel sind zusätzliche Funktionen der Verpackungen wie Dosierhilfen oder aufwendige Verschlüsse. Diese benötigen mehr Material und erschweren das Recycling häufig. Zudem setzt sich der Trend fort hin zu kleineren Portionen anstatt Großverpackungen, zu Versandhandel anstatt Vor-Ort-Kauf und zu Außer-Haus-Verzehr.

Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen der privaten Endverbraucher nahm minimal ab: von 25 kg auf 24,9 kg pro Kopf. Dafür wurden mehr Glas- und Aluminiumverpackungen verwendet, was darauf schließen lässt, dass diese Kunststoffverpackungen ersetzen. Glas und Aluminium sind in der Herstellung jedoch sehr energieintensiv. Maria Krautzberger: „Kunststoff durch andere Verpackungsmaterialien zu ersetzen ist nicht immer ökologisch sinnvoll. Besser ist es, weniger Verpackungsmaterial zu nutzen und die Verpackungen weniger aufwendig zu gestalten.“

Insgesamt wurden 10,9 % der Verpackungsabfälle exportiert; alle zum Recycling. Bei Papier- und Kartonabfällen sind Import und Export ausgeglichen, bei den Glasverpackungen wurde mehr importiert als exportiert. 10,6 % der Kunststoffverpackungsabfälle haben deutsche Unternehmen exportiert, importiert wurde hingegen nichts. (ys)

Folgende Verpackungen werden beim Gesamtverbrauch berücksichtigt: Verkaufs-, Um-, Transport-, Mehrwegverpackungen, Verpackungen schadstoffhaltiger Füllgüter und Einwegbestandteile der Mehrwegverpackungen.
Die angegebenen Recyclingquoten für das Gesamtaufkommen beziehen sich auf alle in Deutschland angefallenen Verpackungsabfälle, die innerhalb Deutschlands oder in einem anderen Staat stofflich verwertet wurden. Davon zu unterscheiden sind die im Verpackungsgesetz festgelegten Quoten, die sich nur auf die bei den dualen Systemen beteiligungspflichtigen Verpackungen beziehen. Das sind diejenigen mit Ware befüllten Verkaufs- und Umverpackungen, die nach Gebrauch typischerweise bei privaten Endverbrauchern als Abfall anfallen. Diese Recyclingquoten werden nicht im Verhältnis zum Aufkommen der Verpackungsabfälle, sondern im Verhältnis zu den Beteiligungsmengen bestimmt.

Weiterführende Information
  • Kunststoffrecycling

    Das Online-Special rund um das Recycling von Kunststoffen

    Nur wenige Werkstoffe sind für eine Verwertung so gut geeignet wie Kunststoffe. In unserem Special „Kunststoffrecycling“ haben wir für Sie eine Auswahl an relevanten und aktuellen Entwicklungen und Produkten zum Thema Wiederverwertung von Kunststoffen zusammengestellt.   mehr

  • 25.07.2018

    Recycling von Multi-Layer Lebensmittelverpackungen

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