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05.05.2020

Plattform für Verpackungs-Wertschöpfungskette

„Plattform Verpackung mit Zukunft" startet ambitioniert

  • Nahmen an einer Online-Pressekonferenz teil, um die Plattfrom VErpackung mit Zukunft näher zu erklären: Axel Kühner, CEO Greiner AG ...

    Nahmen an einer Online-Pressekonferenz teil, um die Plattfrom VErpackung mit Zukunft näher zu erklären: Axel Kühner, CEO Greiner AG ... (© Hanser)

  • Manfred Hackl, CEO Erema Group

    ... Manfred Hackl, CEO Erema Group, ... (© Hanser)

  • Franz Sauseng, Geschäftsführer Interseroh Austria

    ... Franz Sauseng, Geschäftsführer Interseroh Austria, ... (© Hanser)

  • Stefan Engleder, CEO ENGEL Austria

    ... Stefan Engleder, CEO ENGEL Austria, ... (© Hanser)

  • Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher Coca-Cola Österreich

    ... und Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher Coca-Cola Österreich. (© Hanser)

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Am 5. Mai gaben Vertreterinnen und Vertreter der Verpackungs-Wertschöpfungskette aus Österreich den Start der „Plattform Verpackung mit Zukunft“ bekannt. „Unsere Gründung erfolgte Ende 2019 und jetzt starten wir öffentlich sichtbar. Wir sind sicher, dass wir gemeinsam mehr erreichen können, um Sachlichkeit in die Verpackungsdiskussion zu bringen“, so Axel Kühner, CEO der Greiner AG, oberösterreichischer Global Player in der Kunststoff- und Schaumstoffindustrie.

Gemeinsame Plattform

Die „Plattform Verpackung mit Zukunft“ wurde von sieben Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette - Greiner, Alpla Group, Nestlé Österreich, Coca-Cola Österreich, Interseroh Österreich, Engel Austria und Erema Group – gegründet. Die Eckpfeiler sind die Förderung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, die Schaffung von mehr Bewusstsein für den sinnvollen Einsatz von Verpackungen bzw. die Vermeidung von Verpackungen und damit die Initiierung eines konstruktiven Dialoges im Spannungsfeld der Verpackungsdiskussion mit unterschiedlichen Stakeholdern. Zum Gelingen dieser Vorhaben liefert jedes Mitglied einen wichtigen Beitrag.

Wichtige Eigenschaften von Verpackungen

„Die vier Eckpunkte einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft Reduce, Replace, Reuse und Recycle werden von den Mitgliedern der Plattform in vielen Bereichen bereits umgesetzt. Gemeinsam können wir Innovationen aber noch mehr vorantreiben. Wir wollen Österreich als Vorzeigeland in Sachen Nachhaltigkeit bei Verpackungen positionieren und dafür ein Sprachrohr sein“, so Günther Lehner, CEO der Vorarlberger Alpla Group, einem global tätigen Spezialisten für Kunststoffverpackungen und Recycling.

„In der aktuellen Krise wurden wichtige Eigenschaften von Verpackungen – der Transportschutz, die längere Haltbarkeit von Lebensmitteln und der Hygienefaktor – deutlich sichtbar. Kunststoffverpackungen haben generell und gerade in Zeiten wie diesen das sachliche Argument auf ihrer Seite – es wäre gut, wenn es nachher auch noch so wäre“, gibt Angela Teml, Head of Corporate Communications von Nestlé Österreich, zu bedenken.

Die Nachhaltigkeit bleibt bei allen Überlegungen und Projekten im Fokus. „So ist zum Beispiel bereits das gesamte Römerquelle PET-Flaschensortiment aus 100 Prozent wiederverwertetem PET“, nennt Coca-Cola Österreich Unternehmenssprecher Philipp Bodzenta eines von vielen Beispielen.

Gemeinsame Grundsätze

Die Plattform Verpackung mit Zukunft sieht sich als Dialogpartner für die Weiterentwicklung der Debatte rund um Verpackung – für Politik, Wissenschaft, NGOs wie auch Konsumenten. „Wir wollen Verantwortung übernehmen und suchen den Austausch mit allen relevanten Stakeholdern. Das Ziel ist eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und mit der Bildung der Plattform sind wir diesem einen wesentlichen Schritt nähergekommen“, fasst Manfred Hackl, Geschäftsführer der Erema Group, die Zielsetzung zusammen.

Österreich ist Vorreiter bei Kreislaufwirtschaft

„Es ist von zentraler Bedeutung, dass sich die Unternehmen der Verpackungsindustrie weltweit vernetzen. Die Kreislaufwirtschaft ist eine überregionale und zugleich interdisziplinäre Herausforderung, die wir nur gemeinsam wirklich mit Nachdruck verfolgen und erfolgreich lösen können. Als Maschinenbauunternehmen leisten wir einen wesentlichen Beitrag, Verpackungen so zu produzieren, dass sie die Ressourcen schonen und selbst recyclebar sind. Der Fokus liegt auf ‚Design for Recycling‘ und neuen digitalen Technologien. In Österreich gibt es eine Reihe von Unternehmen, deren innovative Technologien auf diesem Gebiet weltweit gefragt sind“, erklärt Stefan Engleder, CEO von Engel Austria.

Dialogpartner Richtung Politik

Die Mitglieder der „Plattform Verpackung mit Zukunft“ haben auch konkrete Anliegen, die sie mit der Politik diskutieren wollen. „Dabei denken wir an die Einführung von einheitlichen Sammelsystemen - besonders für den Gelben Sack -, an die Verbesserung der Infrastruktur in den Bereichen Trennung, Sammlung, Sortierung und Recycling oder schlicht an die Förderung von Verpackungslösungen, die zu 100% wiederverwendbar, wiederverwertbar oder recyclingfähig sind“, nennt Franz Sauseng, Geschäftsführer des Umweltdienstleisters Interseroh Austria als erste Punkte.

Gemeinsame Aktivitäten

Die Plattform-Mitglieder haben sich zahlreiche Aktivitäten vorgenommen. „Wir starten mit einer digitalen Podiumsdiskussion zum Thema Lebensmittelverschwendung, werden Gespräche mit politischen Akteuren führen und suchen in regelmäßigen Sparring Meetings den Austausch mit Wissenschaft und NGOs“, fasst Günther Lehner die kommenden Maßnahmen der Plattform zusammen.

Über die Plattform

Die „Plattform für Verpackung mit Zukunft“ ist ein Zusammenschluss von österreichischen Unternehmen – Greiner, Alpla, Nestlé Österreich, Coca-Cola Österreich, Interseroh Österreich, Engel Austria und Erema Group – entlang der Verpackungs-Wertschöpfungskette. Die Unternehmen der Plattform Verpackung mit Zukunft beschäftigen mehr als 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 9 Mrd. EUR. Die Mitglieder der Plattform sind überzeugt, dass eine ressourcenschonende Nutzung von Verpackungen möglich und sinnvoll ist.

Die Plattform Verpackung mit Zukunft will darauf hinarbeiten, dass die Recyclingfähigkeit in der Verpackungswirtschaft optimiert und die Nachhaltigkeit im Verpackungsbereich ständig verbessert wird. Dabei setzt die Plattform auf einen offenen Dialog mit allen relevanten Playern und bietet einen sachlichen und faktenbasierten Diskurs an.

Weiterführende Information
  • 06.05.2020

    Richtig vermeiden

    Meinung

    Die österreichische „Plattform Verpackung mit Zukunft" soll kreislauffähige Lösungen für Verpackungen aufzeigen. Trotz der Offenheit für alle Materialien sind Kunststoffverpackungen ein Schwerpunkt der Plattform.   mehr

  • 04.05.2020

    IPF Dresden vergibt Innovations- und Doktorandenpreis

    Entwicklung analytischer Methoden zur Untersuchung von Mikroplastikpartikeln

    Mit dem Innovationspreis des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) und des Vereins zur Förderung des IPF wird 2020 das Computerprogramm GEPARD zur schnellen und halbautomatischen Detektion und Identifizierung von Mikroplastikpartikeln in Umweltproben ausgezeichnet.   mehr

  • 24.04.2020

    IFAT findet erst wieder 2021 statt

    Neuer Termin ist 30. Mai bis 3. Juni 2022

    In einer Umfrage sprach sich der Großteil der IFAT-Ausstellern gegen eine Durchführung der IFAT vom 7. bis 11. September 2020 aus.   mehr

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