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05.12.2018

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Globale Biokunststoffindustrie wächst stabil

Im Rahmen der 13. European Bioplastics Conference stellte der Verband European Bioplastics (EUBP) seine aktuellen Marktdaten vor. Die Auswertung zeigt ein stabiles Wachstum der globalen Biokunststoffindustrie. „Der Weltmarkt für Biokunststoffe wird in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich um rund 25 Prozent wachsen“, sagt Hasso von Pogrell, Geschäftsführer von European Bioplastics.

  • Die weltweiten Produktionskapazitäten von biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen sollen bis 2023 weiter wachsen (© European Bioplastics, nova-Institut)

    Die weltweiten Produktionskapazitäten von biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen sollen bis 2023 weiter wachsen (© European Bioplastics, nova-Institut)

  • Die regionale Aufteilung der Produktionskapazität im Jahr 2018 zeigt, dass 55 % der Biokunststoffe in Asien produziert werden. Der europäische Anteil soll bis 2023 auf ein Viertel anwachsen (© European Bioplastics, nova-Institut)

    Die regionale Aufteilung der Produktionskapazität im Jahr 2018 zeigt, dass 55 % der Biokunststoffe in Asien produziert werden. Der europäische Anteil soll bis 2023 auf ein Viertel anwachsen (© European Bioplastics, nova-Institut)

  • Aufgeteilt nach Anwendungsbereichen wird deutlich, dass ein Großteil der Biokunststoffe in der Verpackungsindustrie zum Einsatz kommt (© European Bioplastics, nova-Institut)

    Aufgeteilt nach Anwendungsbereichen wird deutlich, dass ein Großteil der Biokunststoffe in der Verpackungsindustrie zum Einsatz kommt (© European Bioplastics, nova-Institut)

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Die weltweiten Produktionskapazitäten für Biokunststoffe werden in den kommenden Jahren weiter ansteigen von rund 2,11 Mio. t im Jahr 2018 auf etwa 2,62 Mio. t bis 2023. Die größten Wachstumstreiber im Bereich der biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffe sind PLA (Polylactide) und PHA (Polyhydroxyalkanoate). PHA sind eine Polymerfamilie, die sich lange Zeit in der Entwicklung befand und nun in kommerziellen Mengen auf dem Markt erhältlich ist. Deren Produktionskapazitäten werden in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich um das Vierfache steigen. Diese Polyester sind vollständig biobasiert, biologisch abbaubar und bieten abhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung viele verschiedene Eigenschaften. Die Produktionskapazitäten für PLA verzeichnen ebenfalls ein starkes Wachstum und werden bis 2023 voraussichtlich um 50 % ansteigen. PLA ist ein vielseitiges Material mit sehr guten Barriereeigenschaften, das in verschiedenen Sorten erhältlich und damit ein geeigneter Ersatz für PP (Polypropylen), PS (Polystyrol) und ABS-Kunststoffe ist.

PEF anstelle von PET

Biobasiere, haltbare Kunststoffe, wie biobasiertes PE (Polyethylen) und biobasiertes PET (Polyethylentherephthalat) sowie biobasiertes PA (Polyamide), machen derzeit rund 48 % (1 Mio. t) der weltweiten Produktionskapazitäten von Biokunststoffen aus. Die Produktion von biobasiertem PE wird aufgrund neuer geplanter Kapazitäten in Europa weiter ansteigen. Der angekündigte Ausbau der Kapazitäten für PET wurde nicht wie in den vergangenen Jahren vorhergesagt realisiert.

Stattdessen verlagert sich der Fokus auf die Entwicklung von PEF (Polyethylenfuranoat), einem neuen Polymer, das voraussichtlich 2023 am Markt erhältlich sein wird. PEF ist vergleichbar mit PET, es ist jedoch zu 100 % biobasiert und weist verbesserte Barriere- sowie thermische Eigenschaften auf. Somit ist es ein geeignetes Material für die Verpackung von Getränken, Nahrungsmitteln und Non-Food-Artikeln. Biobasiertes PP wird ebenfalls spätestens 2023 in kommerziellen Mengen auf dem Markt erhältlich sein. Auch hier wird aufgrund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von PP in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen mit einem starken Wachstum gerechnet.

Unterteilung nach Branchen und Regionen

Verpackungen bleiben das führende Anwendungssegment für Biokunststoffe mit fast 65 % (1,2 Mio. t) Anteil am gesamten Biokunststoffmarkt im Jahr 2018. Die Daten zeigen zudem, dass Biokunststoffe bereits in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden, einschließlich Textilien, Gebrauchsgüter, Anwendungen im Automobil- und Verkehrsbereich sowie im Landwirtschafts- und Gartenbereich.

Mit Blick auf die regionale Verteilung der Produktionskapazitäten bleibt Asien weiterhin der wichtigste Produktionsstandort. Über 50 % aller Biokunststoffe wurden 2017 in Asien produziert. Rund ein Fünftel der Produktionskapazitäten sind in Europa angesiedelt. Dieser Anteil wird bis 2023 voraussichtlich auf ein Viertel ansteigen. Das erwartete Wachstum wird durch politische Initiativen in mehreren europäischen Mitgliedstaaten wie Italien und Frankreich unterstützt.

Keine Gefahr für Nahrungs- und Futtermittel

Die für den Anbau nachwachsender Rohstoffe zur Produktion von Biokunststoffen genutzte Landfläche belief sich im Jahr 2018 auf rund 0,81 Mio. Hektar. Dies entspricht einem Anteil von weniger als 0,02 % an der weltweiten Landwirtschaftsfläche von 5 Mrd. Hektar. "Die genutzte Fläche für Biokunststoffe ist nach wie vor unbedeutend“, sagt Francois de Bie, Chairman of European Bioplastics, "97 Prozent werden als Weideland sowie für den Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln genutzt." Trotz des prognostizierten Wachstums der Produktionskapazitäten von Biokunststoffen in den kommenden fünf Jahren, soll der Anteil der Landfläche in etwa gleich bleiben. (ys)

Die Marktdaten 2018 wurden in Zusammenarbeit mit dem nova-Institut, Hürth, erhoben. Die Daten für die weltweiten Produktionskapazitäten von Biokunststoffen basieren auf der Marktstudie „Bio-based Building Blocks and Polymers“ des nova-Instituts (2019).
Auf www.bio-based.eu/markets erhalten Sie weitere Informationen


Mediathek

Innovationspreise der New Plastics Economy

Weiterführende Information
  • Virtuelle Vorschau auf biobasierte Bauteile
    Kunststoffe 11/2018, Seite 94 - 97

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    Spritzgießsimulation bringt Biokunststoffe auf den Weg in die industrielle Serie

    Fehlende Verarbeitungsdaten erschweren den Einsatz von Biokunststoffen in technischen Bauteilen. Diese Daten sind jedoch zur Umstellung vom...   mehr

  • Biokunststoffe - Biobasierte Kunststoffe

    Polylactid (PLA)

    Polylactide sind neben Stärkeblends derzeit innerhalb der Biokunststoffe die Werkstoffgruppe mit dem größten Mengenpotenzial. Grundstoff für PLA ist die Milchsäure.   mehr

  • Biokunststoffe - Definition

    Biobasierte Kunststoffe

    „Biobasiert“ ist eine Werkstoff- und zugleich eine Produkteigenschaft. Sie beschreibt, dass die Kohlenstoffatome aus der Natur entnommen, also „bio“ sind. Biobasierte Kunststoffe können vollständig oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.   mehr

Unternehmensinformation

European Bioplastics e. V.

Marienstr. 19/20
DE 10117 Berlin
Tel.: 030 28482-350
Fax: 030 28482-359

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