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08.05.2019

BMU verbietet drei Industriechemikalien

Stockholmer Übereinkommen untersagt PFOA, PFOS und Dicofol

Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) meldet, bereitet die Vertragsstaatenkonferenz des Stockholmer Übereinkommens zum weltweiten Umgang mit schwer abbaubaren Chemikalien ein globales Verbot von drei Chemikalien vor. So sollen das in der EU bereits seit 2008 nicht mehr zugelassene Pflanzenschutzmittel Dicofol sowie die Industriechemikalien Perfluoroktansäure (PFOA) und Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) ab 2020 weltweit nicht mehr eingesetzt werden. Bei PFOA und PFOS wird es für einige Anwendungsbereiche Übergangsfristen bis 2025 geben. Damit unterliegen weltweit mittlerweile insgesamt 30 gefährliche Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien und andere Schadstoffe strengen Verwendungs- und Verbotsregeln. Deutschland setzt sich als derzeitiger Vorsitzender der internationalen Konferenz für das Chemikalienmanagement (ICCM) für einen wesentlich nachhaltigeren Umgang mit Chemikalien ein.

Mit der Aufnahme von Chemikalien in das Stockholmer Übereinkommen verfolgt die internationale Staatengemeinschaft das Ziel, Mensch und Umwelt vor persistenten organischen Schadstoffen (persistent organic pollutants = POP) zu schützen. Diese sogenannten POP sind Chemikalien mit toxischen Eigenschaften, die sehr lange in der Umwelt verbleiben und sich weltweit verbreiten. Das neu aufgenommene Pflanzenschutzmittel Dicofol ist in der Europäischen Gemeinschaft und damit auch in Deutschland schon lange nicht mehr zugelassen.

Additiv für hydrophobe Polymere

Die bisher für Kunststoffe mit wasserabweisenden Eigenschaften in großen Mengen verwendete Chemikalie PFOA ist nun ebenfalls weltweit verboten. Wenige eng begrenzte Ausnahmen gelten noch für Feuerlöschschäume, Berufstextilien für den Arbeits- und Gesundheitsschutz, medizinische Textilien und Membranen einiger Industrieverfahren, implantierbare medizinische Geräte, Filmbeschichtungen und zur Halbleiterherstellung. Diese Beschränkungen galten bisher auch schon für die EU und Deutschland. Neu ist jedoch, dass nun bis 2025 der Ausstieg erfolgen muss.

Für das schon länger in die POP-Liste des Übereinkommens enthaltene PFOS wurden fast alle noch erlaubten Ausnahmen gestrichen. Dieser Stoff darf nur noch in Feuerlöschschäumen und bei der Hartverchromung so verwendet werden, dass er nicht in die Umwelt gelangen kann. Er muss ebenfalls bis spätestens 2025 ersetzt sein.
PFOA ist in der Umwelt schwer abbaubar. So vielfältig, wie es angewendet wird, hat es sich fast überall verbreitet. Menschen nehmen PFOA über Nahrung, Luft, Staub oder das Trinkwasser auf, und man findet es im Blut. Der Stoff ist schädlich für die Fortpflanzung und wirkt lebertoxisch, so das BMU in seiner Mitteilung. Die Probleme beim Einsatz von PFOA und PFOS werden im Umkreis von Flughäfen mit großen Feuerlöschanlagen besonders augenfällig. Boden und Grundwasser sind dort häufig durch diese Chemikalien verschmutzt und bedürfen umfangreicher und kostspieliger Sanierungen.(fg)

Weiterführende Information
  • 28.05.2019

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