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03.12.2018

Ambitionierte Recyclingziele bis 2025

Ausbau der Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffverpackungsindustrie

Der effiziente und verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen spielt eine wichtige Rolle in der deutschen Kunststoffverpackungsbranche – unter ökologischen und ökonomischen Aspekten. Im Zuge des neuen Verpackungsgesetzes und der medialen Diskussion haben sich die Unternehmen unter dem Dach der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. nun ambitionierte Ziele zur stärkeren Kreislaufführung gesetzt.

Das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) wird am 1. Januar 2019 in Kraft treten und die derzeit geltende Verpackungsverordnung ablösen. Dann muss das Kunststoffrecycling der Verpackungen, die im dualen System anfallen, gesetzlich gesteigert werden. Zunächst liegt die Quote bei 58,5%, ab 2022 bei 63%. Dies betrifft alle Verpackungen, mit denen sich Hersteller bei dualen Systemen beteiligen müssen und die über die Wertstoffsammlungen (u.a. Gelber Sack, Gelbe Tonne, Wertstofftonne und Wertstoffhöfe) entsorgt werden.

2025 sollen in Deutschland 1 Million t Recyclingmaterial für Kunststoffverpackungen zur Verfügung stehen (© IK)

Nach aktuellem Stand setzten die deutschen Hersteller 400.000 t Rezyklat bei der Produktion von Kunststoffverpackungen ein. Bis 2025 planen IK und die verbundenen Unternehmen in Deutschland mindestens 1 Mio. t Recyclingmaterial oder nachwachsende Rohstoffe zur Produktion von Kunststoffverpackungen einzusetzen. Im Umkehrschluss wird damit die gleiche Menge Neuware auf Erdölbasis ersetzt.

„Mit dem signifikanten Ausbau des eingesetzten Recyclingmaterials von derzeit 400.000 t auf 1 Mio. t wollen wir unserer Verantwortung gerecht werden und ein Zeichen dafür setzen, dass Deutschland sich nicht auf den erreichten Meilensteinen in der Kreislaufwirtschaft ausruht, sondern seine Vorreiterrolle in Europa weiter bekräftigen will“, so IK-Geschäftsführerin Dr. Isabell Schmidt. Die EU-Kommission fordert in ihren Plänen für 2025 den Einsatz von insgesamt 10 Mio. t Rezyklat bei der Verpackungsproduktion auf europäischer Ebene.

Voraussetzung: Recyclingmaterial in verlässlicher Qualität

Um dieses Ziel erreichen zu können, benötigen die Verarbeiter verlässliche Mengen an Recyclingmaterial in ausreichender Qualität. Neben den diesbezüglichen Anstrengungen der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft ist auch der Schulterschluss mit der abfüllenden bzw. verpackenden Industrie eine wesentliche Voraussetzung.

„Wenn Handel und Markenartikelhersteller den Einsatz von Rezyklaten und nachwachsenden Rohstoffen deutlich stärker akzeptieren und nachfragen als dies heute der Fall ist, kann die Kunststoffverpackungsindustrie innovative und nachhaltige Verpackungslösungen anbieten“, erklärt IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Bruder eine der wichtigen Hürden, die im Sinne der Umwelt genommen werden müssen. „Hier gilt es vor allem Zielkonflikte zwischen Ökodesign und Marketing aufzulösen.“

Von allen hergestellten Kunststoffverpackungen in Deutschland sollen bis 2025 bereits 90% komplett recyclingfähig sein (© IK)

Ziel: 90% Recycling- oder mehrwegfähige Haushaltsverpackungen

Bereits heute sind über 75% der Kunststoffverpackungen recycling- oder mehrwegfähig, bezogen auf die Mengen im Gelben Sack und aus der PET-Getränkeflaschen-Sammlung. „Wir halten die von uns angestrebten 90% nicht nur für realistisch, sondern auch für ökologisch sinnvoll“, erläutert Schmidt. „Zum einen können wir als Verband keine 100%-Vorgabe für den Gesamtmarkt machen, in den auch viele verpackte Produkte aus dem Ausland importiert werden. Zum anderen muss man sich bewusst machen, dass sich die notwendigen Anpassungen bei manchen Verpackungen gesamtökologisch sogar negativ auswirken können, da mehr Material gebraucht wird.“

Ein Beispiel können ultra-dünne Folien mit besonders effektiven Barriereschichten zum Schutz sensibler Lebensmittel sein. Verzichtet man zugunsten der Recyclingfähigkeit auf diese Lösungen, wird der Einsatz von deutlich mehr Material zum Erreichen derselben Leistungen erforderlich, sofern dies überhaupt möglich ist. „In manchen Bereichen gibt es jedoch noch Potenzial, die Recyclingfähigkeit ohne Beeinträchtigung der Materialeffizienz zu verbessern. Auf diese wollen wir uns konzentrieren“, so Dr. Schmidt.

Mit diesen Zielen will die mittelständisch geprägte Industrie innerhalb der Wertschöpfungskette laut IK ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Kunststoffverpackungs-Strategie leisten und in der emotional aufgeladenen Diskussion mit Engagement und Fakten ein Zeichen gegen die pauschale Verurteilung von Kunststoffverpackungen setzen.

Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht

Der aktuelle Status in Sachen Nachhaltigkeit in der Kunststoffverpackungsindustrie mit den entsprechenden Kennzahlen ist im gerade erschienenen IK-Nachhaltigkeitsbericht 2018 festgehalten. Auch die Position der IK zur EU-Kunststoffstrategie sowie die IK-Recyclingziele sind hier noch einmal nachzulesen. (Red)

Den zweisprachigen Bericht können Sie hier abrufen [PDF].

Weiterführende Information
  • 27.11.2018

    Umweltfreundliche Verpackungen und mehr Kunststoff-Recycling

    IK unterstützt Plan der Umweltministerin

    Wo die Schutzfunktionen von Kunststoffverpackungen nicht notwendig sind und achtloses Wegwerfen sowie fehlende Verwertungsinfrastrukturen zum Problem werden, sieht auch der Kunststoffverband Handlungsbedarf.   mehr

  • 15.11.2018

    Mehr Recyclingmaterial in Einwegflaschen

    RAL Gütegemeinschaft will Wertstoffkreislauf weiter schließen

    Bis 2022 sollen PET-Getränkeverpackungen mit dem RAL-Gütezeichen der RAL Gütegemeinschaft zu durchschnittlich 50% aus wiederverwertetem PET-Material bestehen.   mehr

  • 12.11.2018

    Wachstumsmarkt Kunststoffverpackungen

    Berichterstattung und Diskussionen in den Medien zeigen kaum Auswirkungen

    Nach einer Trendeinschätzung rechnet die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. im aktuellen Jahr für die deutsche Kunststoffverpackungsproduktion mit einem Umsatzplus von 5,1%.   mehr

  • 09.11.2018

    Blick auf die Kreislaufwirtschaft

    IK beruft neue Geschäftsführerin

    Die promovierte Diplom-Geoökologin Dr. Isabell Schmidt ist seit 2010 bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. tätig und verantwortete bislang das Referat Umwelt und Nachhaltigkeit.   mehr

  • 11.10.2018

    Detaillierte Recycling-Daten erstmals vorgestellt

    Neue Studie zum Kunststoffstoffstrom in Deutschland

    Umfassende und genaue Daten zum Kunststoffkreislauf in Deutschland liefert eine heute vorgestellte, neu aufgelegte Stoffstromanalyse. Neben der Produktion von neuen Kunststoffen wurden in dieser Studie erstmals auch detailliert die Mengen der Erzeugung und Verarbeitung von Rezyklaten ermittelt.   mehr

  • 01.10.2018

    Ressourceneffizienz durch optimierte Sortierverfahren

    VDI ZRE veröffentlicht Film zum Kunststoffrecycling

    Vorgestellt werden zwei Recycling-Unternehmen und ein Wasch- und Reinigungsmittel-Produzent, der recyceltes Plastik aus dem gelben Sack des Dualen Systems Deutschland (Der Grüne Punkt) für seine Produktverpackungen nutzt.   mehr

  • 25.09.2018

    IK wählt neuen Präsidenten

    Straßburger folgt auf Roth

    Straßburger engagiert sich seit vielen Jahren im IK: Unter anderem vertritt er seit 2009 als Mitglied des Vorstands die Fachgruppe IBC. 2010 wurde er Schatzmeister, 2014 übernahm er das Amt des Vizepräsidenten.   mehr

  • 30.07.2018

    Pro Kopf über 220 kg Verpackungsmüll

    Erstmals mehr Kunststoffverpackungen recycelt als energetisch verwertet

    In Deutschland fielen 2016 insgesamt 18,16 Mio. t Verpackungsabfall an. Davon wurden 70 % recycelt. Bei Kunststoff deutlich weniger.   mehr

Unternehmensinformation

ik Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Kaiser-Friedrich-Promenade 43
DE 61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 9266-01

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