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Kunststoffe 11/2018

Die Not der Rohstoff- Engpässe macht erfinderisch

Editorial

Franziska Gründel (© privat)

Franziska Gründel (© privat)

Es ist ein bisschen wie bei der Bahn: Alle wollen Zug fahren, aber keiner in die Infrastruktur investieren. Um die Wertschöpfungskette einiger Polymere ist es derzeit ähnlich bestellt. Kunststoffe sind gefragt, aber die großchemische Anlagentechnik für Vorprodukte schwächelt. Besonders dramatisch ist die Situation für das Vorprodukt Adiponitril (ADN). Es ist für die Synthese eines der wichtigsten technischen Kunststoffe Polyamid 66 notwendig.

Die Produktion von ADN liegt in den Händen von drei großen Herstellern. Damit ist die Abhängigkeit vorprogrammiert. Die Anlagen laufen mittlerweile seit vielen Jahrzehnten, was sie nicht nur anfällig gegenüber Störungen und Ausfällen macht. Auch das Know-how für den Bau und das Anfahren einer solchen Synthesefabrik scheint über die Jahre verloren gegangen zu sein. Der Versuch einer chinesischen Firma endete 2015 mit einer verheerenden Explosion inklusive einem Toten und vielen Verletzten. Experten vermuten daher, dass die Versorgungssituation für PA66 noch bis etwa 2023 sehr angespannt bleiben wird. Dann soll eine neue Anlage von Invista in Betrieb gehen. Hoffentlich!

Die langfristige Prognose für den Ausfall des technischen Kunststoffs war das Hauptthema von Rohstofferzeugern und Compoundeuren auf der Fakuma. Doch Not macht auch erfinderisch. Unterschiedliche Wege der Problembewältigung ließen sich an den Messeständen begutachten. Lanxess versucht, die zentralen Eigenschaften von PA66 mit der Modifizierung von PA6 zu erreichen. Solvay setzt auf recycelte PA66-Fasern aus der Airbag-Produktion. Die vielen Compoundeure beraten ihre Kunden umfassend zu Alternativen. Manch ein Verarbeiter ist indessen froh, dass er doch nicht so "on-demand" produziert und die Rarität noch auf Lager hat. Rohstoffseitige Lieferengpässe lassen sich damit zumindest kurzzeitig ausgleichen.

Franziska Gründel
franziska.gruendel <AT> hanser.de

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