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11.06.2019

Wo deutsche Absolventen arbeiten möchten

Universum Student Survey 2019 ermöglicht Generationenvergleich

Die großen Automobilunternehmen dominieren weiterhin die Rankings der attraktivsten Arbeitgeber. Banken und Beratungsunternehmen verlieren dagegen tendenziell an Beliebtheit. Zudem sind die Vorstellungen von Job und Karriere bei Studierenden der Generation Y und Z sehr unterschiedlich. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Arbeitgeberrankings der Employer-Branding-Beratung Universum. Grundlage ist der Student Survey 2019, für den deutschlandweit 46.904 Studierende verschiedener Fachrichtungen befragt wurden.

  • Während in der Universum Student Survey 2019 bei den beliebtestens Arbeitgebern die OEMs dominieren, haben im Vergleich zur letzten Studie vor allem Banken und Beratungsunternehmen an Attraktivität eingebüßt (© Universum)

    Während in der Universum Student Survey 2019 bei den beliebtestens Arbeitgebern die OEMs dominieren, haben im Vergleich zur letzten Studie vor allem Banken und Beratungsunternehmen an Attraktivität eingebüßt (© Universum)

  • Die Unterschiede zwischen den Generationen Y und Z machen sich bei den Karrierewünschen bemerkbar und könnten zukünftiges Konfliktpotenzial bergen (© Universum)

    Die Unterschiede zwischen den Generationen Y und Z machen sich bei den Karrierewünschen bemerkbar und könnten zukünftiges Konfliktpotenzial bergen (© Universum)

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„Eine wichtige Basis für ein gutes Abschneiden im Ranking ist die Bekanntheit der Unternehmen bei den Studierenden – generell und für die ihnen wichtigen Eigenschaften. Die sinkende Beliebtheit von Banken und Beratungsfirmen ist beispielsweise besonders vor dem Hintergrund interessant, dass diese Unternehmen zwar für die beiden wichtigsten Eigenschaften attraktiver Arbeitgeber stehen, nämlich ein attraktives Grundgehalt und ein hohes Einkommen in der Zukunft. Allerdings werden sie klassischerweise nicht mit den Themen Work-Life-Balance und Flexibilität assoziiert, die für Studierende sehr wichtig sind“, erklärt Tina Smetana, Country-Managerin Deutschland bei Universum.

Daimler/Mercedes-Benz bei Wirtschaftswissenschaftlern gefragt

Zwei Automobilkonzerne legen ordentlich an Beliebtheit zu: Für 21 % der Studierenden der Wirtschaftswissenschaften zählt Daimler/Mercedes-Benz zu einem ihrer fünf idealen Arbeitgeber. Das sind 2,66 % mehr als im vergangenen Jahr. Damit steigt das Unternehmen auf den ersten Platz im Ranking der attraktivsten Arbeitgeber. Porsche legt ebenfalls 1,34 % an Beliebtheit zu und steigt dennoch auf Platz 2 ab. Auf den weiteren Plätzen folgen wie auch im vergangenen Jahr die BMW Group, Audi und Google.

Konstante Top 4 bei Studierenden des Ingenieurwesens

Keine Veränderung an der Spitze der Rankings der angehenden Ingenieure: Attraktivster Arbeitgeber ist auch in diesem Jahr Porsche. Unverändert folgen auf den weiteren Plätzen Audi, Daimler/Mercedes-Benz und die BMW Group. Obwohl Daimler/Mercedes-Benz auch bei den Studierenden des Ingenieurwesens überraschend 2,49 % an Beliebtheit gewinnt, bleibt dies ohne Auswirkung auf die Platzierung. Dagegen darf sich Bosch über den Aufstieg um einen Platz auf Rang 5 freuen.

Automobilkonzerne schaffen bei ITlern Sprung in die Top 5

Apple darf sich zwar über 5,19 % mehr Beliebtheit freuen, bleibt jedoch unverändert auf Platz 3. Für knapp 23 % der IT-Studierenden ist der Technologiekonzern einer ihrer idealen Arbeitgeber. An der Spitze steht weiterhin Google: 37 % der IT-Studierenden möchten am liebsten hier arbeiten, gefolgt von Microsoft auf Platz 2. Mit Audi und Daimler/Mercedes-Benz klettern zwei Automobilunternehmen nach oben auf Rang 4 und 5. SAP rutscht dagegen von Rang 4 auf 9 und verabschiedet sich damit aus den Top 5.

Bayer Nummer 1 bei angehenden Naturwissenschaftlern

Allen Negativschlagzeilen zum Trotz: Bayer gewinnt an Beliebtheit bei den Studierenden der Naturwissenschaften und ist damit attraktivster Arbeitgeber in diesem Fachbereich. Für fast ein Viertel ist das Unternehmen einer ihrer fünf idealen Arbeitgeber. Mit knapp 24 % finden nur geringfügig weniger Studierende die Max-Planck-Gesellschaft am attraktivsten. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen unverändert die Fraunhofer-Gesellschaft, BASF und Merck.

Unterschiede bei Generation Y und Z

Studierende der Generation Z und Y unterscheiden sich in ihren Vorstellungen von ihrem zukünftigen Job und ihren Karrierewünschen. So ist eine ausgewogene Work-Life-Balance das Top-Karriereziel für Studierende der Generation Y (geboren zwischen 1981 und 1996), oft als Millennials bezeichnet. Bei Studierenden der Generation Z (geboren ab 1997) steht dagegen ein sicherer und beständiger Job an erster Stelle. Auch in den Eigenschaften, die Arbeitgeber attraktiv machen, unterscheiden sich die beiden Generationen. Das sind Ergebnisse des Universum Student Survey 2019 der Employer-Branding-Beratung Universum. Insgesamt 46.904 Studierende verschiedener Fachrichtungen haben an der jährlichen Umfrage teilgenommen.

„Die Ergebnisse des Student Survey 2019 deuten darauf hin, dass sich zukünftige Angestellte in ihren Vorstellungen und Erwartungen durchaus unterscheiden, je nachdem zu welcher Generation sie gehören. Inwiefern sich daraus wirklich eine Kluft mit Konfliktpotenzial für die Zusammenarbeit entwickelt, bleibt abzuwarten. Für Unternehmen sind diese Ergebnisse spannend, um Talente besser zu verstehen und gezielt mit den passenden Inhalten anzusprechen“, erläutert Tina Smetana, Country-Managerin Deutschland von Universum.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist generationsübergreifend für alle Studierenden ein wichtiges langfristiges Karriereziel. Für Studierende, die zu den Millennials gehören, steht sie allerdings an erster Stelle. Besonders großen Wert darauf legen die angehenden ITler dieser Generation: Für 60 % von ihnen gehört die Balance zwischen „Work“ und „Life“ zu den drei wichtigsten langfristigen Karrierezielen. Für ihre Mitstudierenden der Generation Z trifft das nur auf 49 % zu. Noch größer ist der Unterschied bei den angehenden Ingenieuren: 56 % der Millennials legen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, aber nur 44 % der Generation Z. Bei den angehenden Wirtschaftswissenschaftlern sind es 58 % der Millennials im Gegensatz zu 48 % ihrer Mitstudierenden der Generation Z.

Streben nach Führungspositionen

Fachübergreifend ist ein sicherer und beständiger Job das Top-Karriereziel der Studierenden der Generation Z. Work-Life-Balance ist dennoch wichtig, sie liegt auf Platz 2. Etwas anders sieht es in dieser Generation bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften aus. Sie möchten in erster Linie Führungskraft mit leitender Funktion sein: 51 % der angehenden Wirtschaftswissenschaftler der Generation Z geben dies als eines ihrer drei wichtigsten langfristigen Karriereziele an. Bei den Millennials in diesem Fachbereich wollen lediglich 43 % Mitarbeiter führen.

Generation Z will hohes Einkommen in der Zukunft

Einig sind sich beide Generationen fachübergreifend, dass Unternehmen vor allem mit der Aussicht auf ein hohes Einkommen in der Zukunft und einem attraktiven Grundgehalt bei ihnen punkten können. Allerdings wird die Rangliste an Eigenschaften, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen, bei der Generation Z in allen drei Fachbereichen von einem hohen Einkommen in der Zukunft angeführt. Ein attraktives Grundgehalt folgt an zweiter Stelle. Bei den Millennials ist es genau umgekehrt: Sie schätzen in erster Linie ein attraktives Grundgehalt, gefolgt von einem hohen Einkommen in der Zukunft.

Flexible Arbeitsbedingungen für Millennials attraktiver als für Generation Z

Ein Blick auf die einzelnen Fachbereiche zeigt überraschende Unterschiede bei verschiedenen Eigenschaften, die Unternehmen attraktiv machen. So fühlen sich angehende Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure der Generation Z mehr als die Millennials in diesen Fachbereichen von der Möglichkeit angezogen, Führungsaufgaben zu übernehmen. Diese Eigenschaft liegt bei der Generation Z auf Platz 3 bzw. 4 der Rangliste, im Gegensatz zu Platz 10 bei den Millennials. (as)

Über den Universum Student Survey 2019 in Deutschland

Für den Universum Student Survey 2019 wurden zwischen Oktober 2018 und April 2019 insgesamt 46.904 Studierende an 209 Hochschulen in Deutschland befragt. Auf dieser Basis erstellte Universum die Arbeitgeberrankings für verschiedene Studienrichtungen: Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT/Informatik, Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und Medizin/Gesundheitswissenschaften. Die Befragten gaben unter anderem Auskunft dazu, bei welchen Unternehmen sie gerne arbeiten möchten, nach welchen Kriterien sie Arbeitgeber bewerten, welche Gehaltsvorstellungen sie haben und welche langfristigen Karriereziele sie verfolgen.

Weitere Informationen und Rankings: https://universumglobal.com/de/studentsurvey2019/

Über Universum

Universum sieht sich als weltweit führendes Unternehmen im Bereich Employer Branding, das die bedeutendsten Arbeitgeber der Welt berät, wie sie potenzielle Mitarbeiter besser verstehen, sie begeistern und für sich gewinnen. Die angebotenen Dienstleistungen umfassen praxisnahe Forschung, strategische Beratung und datenbasierte Kommunikationslösungen.

Darüber hinaus will Universum Vorreiter sein für Social-Media-Lösungen zur Analyse und Gewinnung von Talenten. Auf Universum vertrauen nicht nur 1700 Kunden, sondern auch 2000 Partneruniversitäten, mit denen Studien zu den Karriere- und Arbeitgeberpräferenzen von Talenten durchgeführt werden. Jährlich befragt Universum weltweit über 1,5 Millionen Studierende und Berufstätige.

Weitere Informationen unter: www.universumglobal.com

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