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15.04.2018

Keine Offenheit beim Gehalt

Personalleiter skeptisch gegenüber Entgelttransparenz-Gesetz

Seit dem 6. Januar 2018 gilt das Entgelttransparenz-Gesetz in Deutschland für Firmen ab 200 Mitarbeitern. Das Wirtschaftsforschungsinstitut ifo hat dazu Personalleiter unterschiedlicher Unternehmen befragt.

Auf die Frage, ob das Gesetz eine wirkungsvolle Maßnahme sei, um Lohnunterschiede zwischen Männer und Frauen zu verringern, antworten 45% der Personalleiter mit „Weiß nicht“, 42% antworten mit "Nein", nur 13% antworten mit "Ja". Die Quote der Ablehnung stieg dabei mit der Größe der Firma.

Gleichwohl herrscht große Unsicherheit über den Geltungsbereich. Gut ein Viertel der Personalleiter gab an, nicht zu wissen, ob ihr Unternehmen überhaupt von dem Gesetz betroffen ist.

Lohnunterschiede unterschiedlich begründet

Um Ursachen von Lohnunterschieden zu identifizieren, wurden die Personalleiter auch allgemein zu Lohnungleichheit in ihren Unternehmen befragt. Die Hälfte gab an, dass Entgeltunterschiede zwischen Mitarbeitern mit vergleichbaren Tätigkeiten und Positionen in ihrem Unternehmen existierten. Knapp die Hälfte sah keine Lohnunterschiede, 2% waren nicht sicher.

Als Ursachen für Lohnunterschiede, die in der Person des Arbeitnehmers begründet sind, führten die davon in ihrem Unternehmen betroffenen Personalleiter vor allem die Berufserfahrung (43%), die Arbeitsleistung (36%) sowie die Schulbildung (18%) an. (Red)

ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.

Dieser Artikel ist zuerst bei QZ-online.de erschienen.

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