nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
02.12.2014

Berufsbild „Verfahrensmechaniker Additive Fertigung“

Ausbildung als Keimzelle und Motor des Fortschritts

Nachhaltige Produktion und ressourcenschonender Energieeinsatz sind heute die wesentlichen Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum. Dieses „Grüne Potenzial“ zählt zu den wesentlichen Stärken der additiven bzw. generativen Fertigung, die formungebundene Geometrien entstehen lässt. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Begriff 3D-Druckverfahren etabliert.
Für diese neuen Fertigungsmethoden gibt es derzeit kein definiertes Ausbildungsmodell.

Großes industrielles Potenzial unter den additiven Verfahren: Laserschmelzen mit Metallen (Bildquelle: Concept Laser, Lichtenfels)

Großes industrielles Potenzial unter den additiven Verfahren: Laserschmelzen mit Metallen (Bildquelle: Concept Laser, Lichtenfels)

Weithin bekannt sind additive Fertigungsmethoden z. B. mit den Werkstoffen Kunststoff (Lasersintern) und Metall (Selektives Laserschmelzen mit Metallen oder Elektronenstrahlschmelzen). Der Einsatz dieser Verfahren, zu denen unter anderem Stereolithografie, selektives Laserschmelzen, selektives Lasersintern, Fused Deposition Modeling, Laminated Object Modelling und 3D-Drucken, sowie Kaltgasspritzen gehören, ist ökonomisch einsetzbar bei der parallelen Fertigung sehr kleiner Bauteile in größeren Stückzahlen, für Unikate bei Schmuck oder in der Medizin- und Dentaltechnik oder der Kleinserienfertigung von Teilen mit einer hohen geometrischen Komplexität, auch mit zusätzlicher Funktionsintegration.

Das Wachstumspotenzial von Bauteilen, die gedruckt, statt gegossen, gespritzt, gefräst oder gestanzt werden, wird von Designern, Konstrukteuren und Fertigungsingenieuren zunehmend erkannt. In der letzten Dekade entwickelten sich die Verfahren zu industriellen Fertigungsstrategien.

Nicht ohne Grund hat die EU die additiven Fertigungsmethoden als besonders förderungswürdige und strategische Produktionsmethoden Europas identifiziert. Impulssetzende Industrien sind beispielsweise die Luft- und Raumfahrt, Medizin- und Dentaltechnik und Rapid-Technologien. Momentan kann man einen Paradigmenwechsel beobachten, bei dem, neben den klassischen Fertigungsmethoden, die additiven Verfahren neue konstruktive Strategien in den Bereichen Bionik oder Leichtbau in Bauteile einfließen lassen. Der bisherige Ansatz eines Rapid Prototyping wird nun durch industrielle Bauteilentwicklungen im kleineren und mittleren Losgrößensegment ergänzt.

Berufsausbildung als Keimzelle und Motor des Fortschritts (Bildquelle: Concept Laser, Lichtenfels)

Quereinsteiger statt Ausbildung
In der Praxis beschäftigen sich heute ausschließlich Quereinsteiger, wie Ingenieure oder Praktiker, mit additiver Fertigung und additiver Anlagentechnik. Ausgebildet wurden sie in klassischen Verfahren. Weder an Hochschulen, Fachhochschulen oder Berufsschulen sind additive Verfahren hinreichend abgebildet und Teil der Ausbildungspläne. Gerade im Hinblick auf die zukünftige Bedeutung von additiven Fertigungsstrategien wäre eine fundierte Ausbildung an den Berufsschulen einer der Schlüssel, um additive Verfahren in die Breite zu tragen und den Erfahrungshorizont weiter auszubauen. Die zukünftige Penetration im Markt lässt einen hohen Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern heute schon erkennen. Der in der industriellen Realität zu beobachtende Fachkräftemangel bereits für klassische, langjährig etablierte Verfahren ist für ein zukunftsweisendes, neues Verfahren eine unnötige Begrenzung. Für die Berufsausbildung wäre der „Verfahrensmechaniker Additive Fertigung“ eine gute Ausgangsbasis zur Fortschreibung des bisherigen Erfahrungsniveaus. Zweifellos ergeben sich schon heute Chancen zur Wertschöpfung durch additive Fertigungen, die mittelfristig deutlich stärker zum Zuge kommen werden.

Wenn wir Ausbildung als Keimzelle und Motor des Fortschritts begreifen, werden wir an einer Frage nicht vorbeikommen: Wann kommt der „Verfahrensmechaniker Additive Fertigung“?

  • 02.12.2014 von Berufsbild „Verfahrensmechaniker Additive Fertigung“

    Diesem Artikel kann ich nur beipflichten. Wenn mann beobachtet, wie unsere Nachbarländer (von Übersee gar nicht zu sprechen) in diese Technologie investieren, könnte Deutschland ein ähnliches Schicksal erleiden wie beim PC, Video, MP3-Player etc..

Diesen Artikel kommentieren





Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen

Studenten- und Doktoranden-Service

Studenten- und Doktoranden-Service für wissenschaftliche Arbeiten

Sie möchten kostenlos für Ihre Diplom-, Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit im Online-Archiv der Zeitschrift Kunststoffe recherchieren und die Ergebnisse als Download erhalten?


Weitere Informationen