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05.05.2014

Schnelles Aushärten von Zahnfüllungen

Im chemischen Syntheselabor werden die Initiatoren hergestellt (Bild: TU Wien)

Bei der Behandlung kariöser Zähnen wird zunächst die erkrankte Zahnsubstanz entfernt. Anschließend füllt der Zahnarzt die entstandene Kavität mit einem geeigneten Material aus. Dabei kommen unter anderem auch so genannte Kompositfüllungen zum Einsatz, die zu etwa 80% aus anorganischen Materialien wie Glas- Keramik-, oder Quarzteilchen bestehen. Die anderen 20 % der Kompositfüllungen sind organische Verbindungen. Meistens handelt es sich dabei um spezielle Methacrylate, die unter Lichteinwirkung aushärten. Zur Aushärtung werden Polymerisationslampen verwendet, die eine Lichtstrahlung mit Wellenlängen zwischen 300 und 500 nm erzeugen.

Bisher müssen diese Komposite bei größeren Kariesschäden in mehreren einzelnen Schichten aufgetragen werden, die nacheinander aushärten. Dies liegt unter anderem daran, dass das Licht nicht tief genug in das Material eindringt, um die gesamte Füllung auf einmal zu härten. Forscher am Institut für Angewandte Synthesechemie der TU Wien haben dieses Problem nun mit Hilfe einer Germanium-Verbindung gelöst.

Das Molekül wird durch die Lichtstrahlung in zwei Teile aufgespalten, dadurch entstehen Radikale, die eine Kettenreaktion auslösen: Die Acrylate fügen sich zu Polymeren zusammen und das Material härtet aus. Die Durchhärtungstiefe konnte mit dem neuen Füllmaterial von 2 mm auf 4 mm erhöht werden. Dadurch reduziert sich die Behandlungszeit deutlich. Die Germanium-Verbindung ist zwar sehr teuer, da jedoch nur sehr geringe Mengen benötigt werden, ist dies kein maßgeblicher Kostenfaktor für die Zahnbehandlung. Die Verbindung hat einen Anteil von lediglich 0,03% am Füllmaterial.

Dr.-Ing. Harald Sambale
sambale <AT> hanser.de

Technische Universität Wien
Institut für Angewandte Synthesechemie
Getreidemarkt 9/163
A 1060 Wien
Tel: +43-1-58801-16300
Fax: +43-1-58801-16399


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