nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
12.09.2011

Paraffingranulate als Wärmespeicher

Darstellung des Speichervorgangs mit einer Wärmebildkamera. Von links nach rechts: Einspeicherung, geladener Zustand, Ausspeicherung, entladener Zustand (Quelle: DPMA)

Darstellung des Speichervorgangs mit einer Wärmebildkamera. Von links nach rechts: Einspeicherung, geladener Zustand, Ausspeicherung, entladener Zustand (Quelle: DPMA)

Kunststoffforscher aus Rudolstadt haben Granulate auf Paraffinbasis entwickelt, die Wärme gezielt mit hoher Kapazität speichern und im Bedarfsfall wieder abgeben können. Die Wirkung der Granulate beruht auf dem Effekt der latenten Wärmespeicherung. Durch einen physikalischen Umwandlungsprozess wird eine große Menge an Wärme gespeichert, ohne dass es zu einer Temperaturänderung kommt. Am Standort Rudolstadt wurde eine Technikumsanlage zur Produktion der Wärmespeichergranulate mit einer Jahreskapazität von 500 t in Betrieb genommen.

Den Angaben zufolge stehen verschiedene Wärmespeichergranulate mit unterschiedlichen Schaltpunkten zur Verfügung. Der Temperaturbereich erstreckt sich dabei von 6°C bis 80°C. Das Granulat ist sowohl von Wasser wie auch von Luft umströmbar. Die große Oberfläche der Granulatkörner führt zu einem schnellen Speichervorgang. Außerdem sind die Granulate in der Lage, eine bestimmte Temperatur über einen langen Zeitraum zu halten, wodurch sich viele technische Einsatzmöglichkeiten ergeben.

Ein wichtiger Anwendungsbereich ist die Wärmespeicherung in Solarthermieanlagen. Durch Sonneneinstrahlung erwärmtes Wasser durchströmt einen mit Granulat gefüllten Speicher und gibt die Wärme an das Granulat ab. Die Kapazität diese Wärmespeicher ist etwa zwei bis drei Mal so groß wie die von Wasserspeichern. Dadurch kann der Wärmespeicher entsprechend kleiner gestaltet werden.

Weitere Anwendungsbeispiele sind mit Wärmespeicherplatten ausgekleidete Transportbehälter für heiße Speisen oder Kissen in der Medizintechnik, die über einen langen Zeitraum eine bestimmte therapeutische Temperatur zur Verfügung stellen. Im Gegensatz zu einer klassischen wassergefüllten Wärmflasche, die am Anfang zu heiß und am Ende zu kalt ist, kann somit eine konstante Temperatur über einen langen Zeitraum eingestellt werden.

Dr.-Ing. Harald Sambale
sambale <AT> hanser.de

Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK)
Breitscheidstraße 97
DE 07407 Rudolstadt
Tel: +49 3672 379-0
Fax: +49 3672 379-379


Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen

Marktbarometer

Erfahren Sie in unserem monatlichen Marktbarometer, wie sich die Kunststoff-Branche entwickelt.


Zum Marktbarometer

Kunststoffe im Automobil

Zum Special