nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
11.08.2020

Ligninbasierter Biowerkstoff aus dem Extruder

Weltweit bedeutendstes natürliches Nebenprodukt stofflich verwerten

  • RenCom hat sich zur Produktion von Renol für die ZSK-Extrusionstechnologie von Coperion entschieden (© Coperion)

    RenCom hat sich zur Produktion von Renol für die ZSK-Extrusionstechnologie von Coperion entschieden (© Coperion)

  • Von Holz zum biologisch abbaubaren thermoplastischen Biowerkstoff (© Coperion)

    Von Holz zum biologisch abbaubaren thermoplastischen Biowerkstoff (© Coperion)

  • Das Team von Coperion und RenCom beim Projekt-Kick-off in Stuttgart (von links nach rechts): David Watmore, Peter von Hoffmann (beide Coperion), Johan Verendel (RenCom), Stefan Hirsch, Levin Batschauer, Jörg Prochaska (alle Coperion), Christopher Carrick (RenCom) (© Coperion)

    Das Team von Coperion und RenCom beim Projekt-Kick-off in Stuttgart (von links nach rechts): David Watmore, Peter von Hoffmann (beide Coperion), Johan Verendel (RenCom), Stefan Hirsch, Levin Batschauer, Jörg Prochaska (alle Coperion), Christopher Carrick (RenCom) (© Coperion)

1 | 0

Die RenCom AB, ein Unternehmen aus Schweden, arbeitet an neuartigen Biokunststoffen, deren Herstellung durch die Beimischung von Lignin besonders energiesparend sein soll. Pro Kilogramm Kunststoff auf fossiler Basis, der durch den neuen Werkstoff ersetzt wird, lasse sich der CO Fußabdruck so um etwa 5–6 kg verringern.

Lignin besteht aus pflanzlichen Biopolymeren und fällt als Nebenprodukt in der Holzverarbeitung an. Weltweit werden nach Angaben des schwedischen Unternehmens ca. 80 Mio. t pro Jahr in der Zellstoffindustrie genutzt, was es zum weltweit mengenmäßig bedeutendsten natürlichen Nebenprodukt mache. Bisher werde es allerdings fast ausschließlich (zu 99 %) zur Energiegewinnung eingesetzt, also nicht stofflich verwertet.

Markteinführung 2021 geplant

Auf Basis umfassender Tests und Untersuchungen im Extrusions-Technikum der Coperion GmbH in Stuttgart konnten die Unternehmen die Verarbeitung dieses ligninbasierten Werkstoffs weiterentwickeln. Mithilfe der ZSK-Doppelschneckenextruder-Technologie wird RenCom nun in der Lage sein, ab Ende 2020 bis zu 1000 t pro Jahr zu produzieren. Dies sei ein bedeutender Schritt, um den Werkstoff Anfang 2021 in den Markt einzuführen, erläuterte Christopher Carrick, Chief Executive Officer bei RenCom. Sein Unternehmen plane, die Zusammenarbeit mit Coperion künftig weiter auszubauen.

RenCom verfügt über einen patentierten Werkstoff und Prozess, der Lignin auf energieeffiziente Weise in einen erneuerbaren, abbaubaren Biowerkstoff umwandelt. Er wird unter dem Namen Renol vermarktet. Nach dem Durchlaufen verschiedener Prozessschritte, die auch Extrusion und Compoundierung einschließen, wird er nach Angaben von Rencom zu einem langlebigen und wiederverwendbaren Biowerkstoff, der für alle Arten von Kunststoffprodukten wie Tüten, aber auch Klebstoffe verwendet werden kann. Der Werkstoff könne direkt in vorhandenen Produktionsstrukturen weiterverarbeitet werden. Änderungen an Maschinen oder Verfahren seien nicht notwendig.

Extrusionstechnologie zur Biowerkstoff-Produktion

Coperion hat für die Herstellung von Renol in Zusammenarbeit mit RenCom ein komplettes Extrusionssystem entworfen, das einen gleichsinnig drehenden Doppelschneckenextruder ZSK Mv Plus, gravimetrische Dosierer von Coperion K-Tron, ein Stranggranuliersystem, eine Lignin-Sackentleerstation und eine Big-Bag-Station umfasst. Das gesamte System wird im Oktober ausgeliefert.

Besonderheit der Extruder der Baureihe ZSK Mv Plus sind laut Coperion aufeinander abgestimmt ein großes freies Schneckenvolumen mit hohen Schneckendrehzahlen und einem hohen spezifischen Drehmoment. Aufgrund der tief geschnittenen Schneckengänge ist die thermische Belastung des Rohmaterials niedrig, was eine schonende Produktverarbeitung ermöglicht. Über die Seitenbeschickung ZS-B können dem Verfahrensteil des ZSK Füll- und Zusatzstoffe zugefügt werden. (kk)

Weiterführende Information
  • Erschienen am 25.09.2019

    Mehr Effizienz für Compoundierung und Recycling

    Doppelschneckenextruder und ausgefeilte Dosiertechnik

    Coperion stellt auf der K 2019 weiterentwickelte Doppelschneckenextruder vor, die höhere Effizienz in Bezug auf Verfahren, Energie und andere Ressourcen erreichen sollen.   mehr

    Coperion GmbH

  • Erschienen am 13.09.2019

    Meilenstein K3

    Vibrationsdosierer mit technischen Finessen

    Eine neuartige Palette von Vibrationsdosierern stellt Coperion K-Tron auf der K 2019 vor, deren Vibrationsantrieb mit nur 20 W auskommt.   mehr

    Coperion K-Tron (Schweiz) GmbH

  • 12.07.2019

    Stärke als Herausforderung

    Blasfolienhersteller stellt um auf bioabbaubar

    Coperion hat einen Blasfolienhersteller durch Lieferung einer kompletten Compoundieranlage und verfahrenstechnisches Know-how dabei unterstützt, künftig biobasierte Kunststofffolien zu produzieren.   mehr

  • Die Auftragsmilliarde in den Büchern
    Kunststoffe 01/2019, Seite 20 - 21

    Die Auftragsmilliarde in den Büchern

    Wo Ingenieurskunst und Business-Modelle zueinander finden

    Die Entwicklung der Technik sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens standen im Fokus der Coperion Extrusion Days Ende...   mehr

Unternehmensinformation
Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Newsletter
© 123RF.com/Maitree Laipitaksin

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen

Marktbarometer

Erfahren Sie in unserem monatlichen Marktbarometer, wie sich die Kunststoff-Branche entwickelt.


Zum Marktbarometer

Kunststoffe im Automobil

Zum Special