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12.05.2008

Implantate für kleine Knochenbrüche

Funktionsprinzip des neuartigen intramedullären Implantats (© IKV Aachen)

Funktionsprinzip des neuartigen intramedullären Implantats (© IKV Aachen)

Bei Schaftbrüchen der großen Röhrenknochen wie Oberarm-, Oberschenkel- und Unterschenkelknochen kommen routinemäßig intramedulläre Implantate erfolgreich zum Einsatz. Die Implantate werden dabei operativ in den Hohlraum im Knochenschaft eingeführt. Zur Versorgung der Schaftfraktur von kleinen Röhrenknochen wie Schlüsselbein, Mittelhandknochen oder Rippen steht allerdings bis heute kein intramedulläres Implantat mit adäquater Stabilität zur Verfügung. Dabei stellen Brüche der kleineren Röhrenknochen die häufigsten Knochenbrüche in der Human- und Veterinärmedizin dar.

In einem interdisziplinären Forschungsprojekt wird daher zurzeit ein neuartiges intramedulläres Implantat zur Behandlung von Schaftfrakturen kleiner Röhrenknochen entwickelt. Das Implantat ist mit einem Zugseil ausgestattet, das an beiden Knochenenden mit Ankern verspannt wird und entlang der Markraumlängsachse verläuft. Dieses Zugseil neutralisiert die teleskopierenden axialen Kräfte und presst die Bruchenden aufeinander. Der Bruch heilt dadurch schnell und sicher. Eine zusätzliche Schienung, die röhrenartig um die Seilkonstruktion verläuft und den Knochenmarkraum ausfüllt, verhindert das Abgleiten der Bruchenden.

Da die Implantatteile vollständig aus resorbierbaren Polymeren auf Polylactidbasis (PLA) bestehen sollen, ist es nach Abheilung des Bruchs nicht erforderlich, das Implantat operativ zu entfernen. Im Bereich der Fraktur soll das Implantat zudem mit einem Polymer beschichtet sein, das Knochenwachstumsfaktoren enthält. Diese Faktoren beschleunigen die Heilung des Knochenbruchs, sodass der Patient schneller schmerzfrei und der Knochen rascher wieder belastbar ist. In einer über den Umfang verlaufenden Nut soll dazu ein Wirkstoff-Polymer-Gemisch auf- bzw. eingeschäumt werden.

Das Projekt gewann den „Innovationswettbewerb Medizintechnik 2007“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Projektpartner sind die Chirurgische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, das Institut für Biomechanik und experimentelle Orthopädie der LMU, das Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen (IKV), das Institut für Technische Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen sowie die Merete Medical GmbH, Berlin, und die Aesculap AG & Co. KG, Tuttlingen.

Dr.-Ing. Harald Sambale
sambale <AT> hanser.de

Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen
Pontstraße 49
DE 52062 Aachen
Tel: +49 241 80-93806
Fax: +49 241 80-92262


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