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30.01.2020

Geschäumtes rPET als Getränkekarton-Alternative

Vollständig wiederverwertbare Verpackung aus dem Doppelschneckenextruder

Geschäumtes rPET: eine Alternative zur herkömmlichen Getränkeverpackung (© Leistritz)

Das Rezyklieren von Getränkeverpackungen stellt die Industrie vor eine große Herausforderung: Die Schichten von Foliengemischen können nicht so leicht sauber voneinander getrennt werden, was eine Wiederverwertung sehr schwierig macht. Als Alternative zeigt die Leistritz Extrusionstechnik GmbH, Nürnberg, auf der diesjährigen Interplastica in Moskau Ende Januar geschäumtes rPET (rezykliertes Polyethylenterephthalat). Die Anlagentechnologie, die gemeinsam mit Partnern entwickelt und getestet wurde, ermöglicht es, rPET-Granulate zu Schaumfolien zu extrudieren.

Neben Leistritz sind an diesem „außergewöhnlichen“ (so Leistritz-Geschäftsführer Sven Wolf) Entwicklungsprojekt Recycling-Spezialist NGR Next Generation Recyclingmaschinen GmbH, Feldkirchen/Österreich, und Folienhersteller Kuhne, Sankt Augustin, beteiligt. Für den neuartigen Einsatz von rPET-Getränkekartons ist das russische Unternehmen ForPET verantwortlich. „Unser Ziel war es, ein Material zu schaffen, das Wiederverwertung ohne Limitierungen zulässt“, erklärt Sergey Nikitenko, einer der Eigentümer, zu der mittlerweile weltweit patentierten Technologie. Die Folie stellt nach Angaben des Unternehmens eine zu 100 % wiederverwertbare Alternative zum herkömmlichen Verbundmaterial dar.

Monomaterial erleichtert Rezyklierbarkeit

Eine Getränkeverpackung muss relativ leicht, trotzdem aber sehr robust sein. Sie soll für lange Haltbarkeit und den Schutz des Inhalts sorgen. Damit alle geforderten Eigenschaften erfüllt sind, werden unterschiedliche Materialien zu einem Verbund kombiniert. Neben Papier kommen zum Beispiel mehrere Lagen Polyethylen zum Einsatz. Um den Inhalt ohne Konservierungsstoffe ungekühlt über einen längeren Zeitraum aufbewahren zu können, wird eine Aluminiumfolienschicht als Gasbarriere eingearbeitet.

Genau dieses Foliengemisch stellt die Technik allerdings vor besondere Herausforderungen. Mit einer Monomaterialverpackung aus geschäumtem rPET lassen sich einerseits weitgehend alle Funktionen mit nur einem Material abdecken, andererseits ist auch die Trennung von – falls erforderlich – zusätzlichen Barriereschichten wie z.B. Aluminium im Schmelzeverfahren sehr effizient und wirtschaftlich zu lösen.

Herstellung der Folie

Für die Herstellung der geschäumten rPET-Folie sind mehrere Verfahrensschritte notwendig: Die Aufbereitung der rPET-Flakes mit Additiven erfolgt im Leistritz-Doppelschneckenextruder. In Kombination mit einem LSP-Reaktor (Liquid State Polykondensation) von NGR entsteht ein maßgeschneidertes Granulat oder bereits direkt eine Schmelze für das nachgelagerte Schäumen. Die Beladung der Schmelze mit einem physikalischen Treibmittel erfolgt ebenfalls in einem Leistritz-Doppelschneckenextruder. Im Anlagenteil von Kuhne entsteht dann die Schaumfolie.

„Zurzeit arbeiten wir daran, gemeinsam mit Investoren ein kommerzielles Entwicklungszentrum in Russland zu etablieren“, erklärt Nikitenko die nächsten Schritte. Es wird erwartet, dass damit die finale Entwicklung bis Ende 2020 abgeschlossen sein wird. Danach werden auch die ersten kommerziellen Produkte ihren Weg in den Markt finden.

„Der große Zuspruch zeigt, wie gefragt dieses Thema ist. Internationale Marken, wie etwa ein weltweit führender Getränkehersteller, aber auch institutionelle Investoren, zeigten bereits großes Interesse anlässlich der ersten Designvorstellung des Produktes an unserem Stand auf der K 2019“, freut sich Wolf. (kk)

Weiterführende Information
  • NGR Next Generation Recyclingmaschinen GmbH

    Gewerbepark 22
    AT 4101 FELDKIRCHEN
    Tel.: +43 7233 70107-0
    Fax: +43 723377 70107-2
  • Schnelles Kapital für große Projekte
    Kunststoffe 02/2020, Seite 16 - 17

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  • 31.01.2020

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    Die spätestens seit dem vergangenen Jahr im Fokus stehenden Themen Nachhaltigkeit und Recycling werden auch das Jahr 2020 prägen.   mehr

  • 18.10.2019

    Inspirierende Doppelschnecken

    Leistritz präsentiert weiterentwickelte Extruderbaureihe ZSE iMAXX

    Mit dem Doppelschneckenextruder demonstriert Leistritz live auf der K die schonende Verarbeitung eines HFFR-Compounds.   mehr

  • 16.11.2018

    360° Masterbatch-Prozess

    Gelungener Workshop bei Leistritz Extrusionstechnik

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  • Erschienen in Kunststoffe 12/2018

    Leicht bekleideter Extruder

    Designstudie mit neuartiger Maschinenabdeckung

    Der Extrusionsspezialist Leistritz stellte auf der Fakuma 2018 einen neuen Doppelschneckenextruder mitsamt ungewöhnlicher Maschinenabdeckung vor. Das Designkonzept soll mehrere Vorteile bieten.   mehr

    Leistritz Extrusionstechnik GmbH

  • Der Dehnung auf der Spur
    Kunststoffe 01/2018, Seite 49 - 54

    Der Dehnung auf der Spur

    Online-Rheometer erleichtern kontinuierliche Beurteilung der Schmelzequalität

    Um die Extrusion effizient und kostengünstig regeln zu können, müssen die für die Schmelzequalität entscheidenden Eckdaten während des...   mehr

  • 18.12.2017

    80 Jahre Extrusionstechnik in Nürnberg

    Ältester Leistritz-Extruder wird gesucht

    1937 entstanden in Franken die ersten sogenannten Extruder aus einer Weiterentwicklung der Schraubenspindelpumpe, die zum Fördern viskoser Massen gebaut wurde.   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 11/2017

    Scher- und Dehnviskosität online messen

    Dehnrheometer von Leistritz ermöglicht schnelle und effiziente Prozessüberwachung

    Die Prozessüberwachung nimmt einen immer höheren Stellenwert bei der Produktion von Kunststofferzeugnissen ein. Die Leisttritz Extrusionstechnik stellt nun ein Dehnrheometer vor, dass sich nahtlos in den Prozess einfügt.   mehr

    Leistritz Extrusionstechnik GmbH

Unternehmensinformation

Kuhne GmbH

Einsteinstr. 20
DE 53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 902-0
Fax: 02241 902-180

Leistritz Extrusionstechnik GmbH

Markgrafenstr. 36-39
DE 90459 Nürnberg
Tel.: 0911 43060
Fax: 0911 4306-400

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