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27.08.2020

Forschungsprojekt Miame geht an den Start

Optisches Koordinatenmessgerät für die Produktionslinie

Koordinatenmessgeräte prüfen die Maßhaltigkeit von Bauteilen mit sehr hoher Präzision. Sie sind ein wichtiges Instrument der Fertigungsmesstechnik und damit der Qualitätssicherung vor allem in innovativen Branchen wie beispielsweise im Maschinenbau, in der Automobil- oder der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Mit dem holographische Sensorsysteme Holocut lassen sich interferometrisch präzise Messungen innerhalb anspruchsvoller Mehrachssysteme durchführen. Mit den Entwicklungen im Projekt Miame werden erstmals auch interferomertrische Absolutmessungen möglich. (© Holger Kock / Fraunhofer IPM)

Mit dem holographische Sensorsysteme Holocut lassen sich interferometrisch präzise Messungen innerhalb anspruchsvoller Mehrachssysteme durchführen. Mit den Entwicklungen im Projekt Miame werden erstmals auch interferomertrische Absolutmessungen möglich. (© Holger Kock / Fraunhofer IPM)

Stand der Technik sind taktile Koordinatenmessgeräte. Solche Geräte nutzen einen Messkopf, der mithilfe eines Verfahr- und Positionierungssystems die Bauteiloberfläche an verschiedenen Punkten antastet. Die dabei gemessenen räumlichen Koordinaten geben Aufschluss über wichtige geometrischen Größen wie z. B. Längen, Ebenheiten oder Winkel. Messungen mit taktilen Koordinatenmessgeräten sind typischerweise sehr zeitintensiv, erfolgen in separaten Messräumen und sind daher nur stichprobenartig möglich.

Bis zu 500 Millionen 3D-Punkte pro Sekunde erfassen

Ziel des Forschungsprojekts Miame, das über drei Jahre läuft, ist ein optisches, berührungslos arbeitendes Koordinatenmessgerät, das komplex geformte Bauteile von einer Größe bis in den Meterbereich vollflächig in der Linie sub-mikrometergenau vermisst. Kernstück der Entwicklung ist ein digital-holographischer Sensor mit einer neuartigen Laserlichtquelle auf Basis von Flüstergalerie-Resonatoren. Die Lichtquelle soll schnell und exakt zwischen verschiedenen Wellenlängen schaltbar sein, was in Kombination mit digitaler Mehrwellenlängen-Holographie erstmals interferometrische Messungen mit bis zu einem Meter Eindeutigkeit ermöglicht. Integriert in Mehrachs-Handling-Systeme soll das Sensorsystem bis zu 500 Mio. 3D-Punkte pro Sekunde erfassen – mit einer Einzelpunktgenauigkeit von besser als 0,1 µm und einem Eindeutigkeitsbereich von bis zu 1000 mm.

Hier finden Sie weitere Infos zum Projekt Miame

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