nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
30.06.2008

Endlosprofile mit gezielter Orientierung

Prinzipskizze einer PAZ-Anlage (© TU Darmstadt)

Bisher gab es keine großserientaugliche Fertigungsmethode für thermoplastische Faserverbundprofile, bei denen die Faserrichtungen optimal an die Belastungen angepasst werden können. Daher wurde im Rahmen eines Forschungsvorhabens an der Technischen Universität Darmstadt ein Verfahren zur Herstellung geschlossener, endlosfaserverstärkten Kreisprofile mit thermoplastischer Matrix entwickelt.

Das so genannte Profil-Armierungsziehen (PAZ-Verfahren) ist eine Kombination aus Pultrusion und Wickelverfahren. Im ersten Schritt wird ein thermoplastisches Rohr extrudiert. Dieses Rohr wird schon beim Abziehen aus der Extrusiondüse durch Einziehen von Rovings in Längsrichtung unidirektional verstärkt. Auf diese Weise können die Abzugskräfte sicher eingeleitet werden. Im zweiten Schritt wird das extrudierte Rohr als Wickelkern benutzt. In einer Wickelstation werden Faserschichten mit gezielter Faserorientierung trocken auf das Rohr aufgebracht. Hierbei ist es möglich, jede beliebige Faserorientierung zu wählen, weil alle Orientierungen auf einem kreiszylindrischen Querschnitt geodätisch exakt ablegbar sind. So können Faserwinkel und Schichtdicken gezielt an die Betriebsbelastungen angepasst werden.

Im weiteren Verlauf des Herstellprozesses wird das Rohr in einen Heizbereich gezogen und dort im aufgeheizten Zustand durch einen Aufweitdorn radial aufgeweitet. In diesem Bereich findet die eigentliche Tränkung und Kompaktierung der Schichten statt. Im Gegensatz zu bestehenden Thermoplast-Wickelverfahren werden die Verstärkungsfasern im PAZ-Verfahren direkt im Rohrherstellungsprozess imprägniert und auf dem gesamten Umfang durch einen konischen Aufweitdorn radial von innen verpresst.

Das PAZ-Verfahren legt den Grundstein für einen neuen wirtschaftlichen Fertigungsprozess zur kontinuierlichen Herstellung von faserverstärkten Rohren und Profilen mit Thermoplastmatrix. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens ist die Entkopplung von Wickel- und Kompaktierungsprozess. Durch den einfachen Aufbau der Anlage lässt sie sich kostengünstig in ein bestehendes Maschinenumfeld integrieren. Da das Verfahren auf teure Halbzeugstufen verzichtet, ist zudem eine kostengünstige Produktion möglich.

Dr.-Ing. Harald Sambale
sambale <AT> hanser.de

Technische Universität Darmstadt
Konstruktiver Leichtbau und Bauweisen
Petersenstraße 30
DE 64287 Darmstadt
Tel: +49 6151 16-2160
Fax: +49 6151 16-3260


Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen

Marktbarometer

Erfahren Sie in unserem monatlichen Marktbarometer, wie sich die Kunststoff-Branche entwickelt.


Zum Marktbarometer

Kunststoffe im Automobil

Zum Special