nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
15.03.2010

Biologisch abbaubare Interferenzschrauben

Ein Bänderriss im Knie erfordert in vielen Fällen eine Operation, mit der sich die Stabilität des Gelenks wiederherstellen lässt. Dabei ersetzt der Arzt das gerissene Band durch ein Sehnenstück aus dem Bein und fixiert es mit einer so genannten Interferenzschraube am Knochen. Bisher werden solche Schrauben aus Titan gefertigt - mit dem Nachteil, dass sie nach einer gewissen Zeit in einem zweiten Eingriff operativ entfernt werden müssen. Teilweise kommen auch biologisch abbaubare Schrauben aus Polymilchsäure (PLA) zum Einsatz. Allerdings können nach dem Abbau Löcher im Knochen zurückbleiben.

Forscher am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen haben jetzt Interferenzschrauben entwickelt, die das Einwachsen des Knochens in das Implantat fördern und sich je nach Zusammensetzung innerhalb von 24 Monaten abbauen. Die Druckfestigkeit des Materials liegt bei über 130 N/mm². Zum Vergleich: ein echter Knochen weist eine Druckfestigkeit zwischen 130 bis 180 N/mm² auf.

Die Schrauben bestehen aus einem spritzgießfähigen Komposit aus PLA und Hydroxylapatit. Dieses Mineral ist in Knochen zu einem Anteil von etwa 40% enthalten. In der Medizintechnik kommt es als Knochenersatz oder als bioaktive Beschichtung von Titanimplantaten zur Verbesserung des Knocheneinbaus zum Einsatz. Das neu entwickelte Komposit besitzt einen hohen Hydroxylapatit-Anteil und kann als Granulat im Spritzgussverfahren präzise verarbeitet werden. Komplexe Geometrie lassen sich dabei ohne Nachbearbeitung abformen. Das Spritzgussverfahren hat zudem einen positiven Nebeneffekt. Für gewöhnlich muss das Pulverspritzgussbauteil nach dem Abformen bei sehr hohen Temperaturen von bis zu 1400°C verdichtet werden. Das neue Kompositmaterial kann dagegen bei 140°C verarbeitet werden.

Dr.-Ing. Harald Sambale
sambale <AT> hanser.de

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung
Wiener Straße 12
DE 28359 Bremen
Tel: +49 421 2246-0
Fax: +49 421 2246-300


Newsletter

Sie wollen keine Kunststoffe-News verpassen?
Hier kostenlos anmelden


Beispiel-Newsletter ansehen

Marktbarometer

Erfahren Sie in unserem monatlichen Marktbarometer, wie sich die Kunststoff-Branche entwickelt.


Zum Marktbarometer

Kunststoffe im Automobil

Zum Special