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01.06.2017

Syntheseverfahren für Anilin aus Biomasse entwickelt

Wissenschaftlicher Erfolg für Covestro

Grundlagenforschung für die Industrie: Im kleinen Maßstab klappt der Herstellungsprozess von Bio-Anilin. Projektleiter Dr. Gernot Jäger (Mitte) arbeitet mit seinem Team (Dr. Swantje Behnken, links, und Dr. Wolf Kloeckner, rechts) daran, ihn auch in größeren Anlagen zu testen (© Covestro AG)

Bei der Nutzung pflanzlicher Rohstoffe in der Kunststoffproduktion ist den Wissenschaftlern der Covestro AG, Leverkusen, ein Erfolg gelungen: Die wichtige Grundchemikalie für Polyurethan-Hartschaum Anilin lässt sich jetzt aus Biomasse gewinnen. Der Werkstoffhersteller hat dafür zusammen mit Partnern – zunächst im Labor – ein neues Verfahren entwickelt. Bisher wird Anilin weltweit ausschließlich aus fossilen Rohstoffen wie Erdöl hergestellt. Es spielt in der chemischen Industrie eine bedeutende Rolle und wird als Ausgangsstoff für zahlreiche Produkte gebraucht.

Kohlenstoff zu 100 % aus Biomasse

Derzeit gewinnt die Branche das Anilin aus Benzol, einem Rohstoff auf Basis von Erdöl. Stattdessen lassen sich aber auch industrielle Zucker verwenden, die heute schon als nachwachsende Rohstoffe im großtechnischen Maßstab etwa aus Futtermais, Stroh oder Holz gewonnen werden. In dem neu entwickelten Verfahren wird ein industrieller Zucker zunächst mithilfe eines Mikroorganismus als Katalysator in ein Zwischenprodukt umgewandelt. Daraus wird dann in einem zweiten Schritt durch chemische Katalyse das Anilin gewonnen. Damit sollen 100% des im Anilin enthaltenen Kohlenstoffs aus nachwachsenden Rohstoffen stammen.

Für den Industriemaßstab weiterentwickeln

Um das Verfahren weiterzuentwickeln, arbeitet Covestro mit der Universität Stuttgart, dem CAT Catalytic Center an der RWTH Aachen University sowie der Bayer AG zusammen. Das langfristige Forschungsprojekt wird über zweieinhalb Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) als Projektträger finanziell unterstützt (Förderkennzeichen: 22010215). Der Materialhersteller will das neue Verfahren laut Pressemitteilung nun zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft weiterentwickeln. Zunächst soll es in einer Versuchsanlage in größere technische Dimensionen überführt werden. Endgültiges Ziel ist, die Herstellung von biobasiertem Anilin im Industriemaßstab zu ermöglichen.

Das in der Entwicklung befindliche Verfahren nutzt nachwachsende Rohstoffe und soll im Vergleich zur konventionellen Technik zu einem verbessertem CO2-Fußabdruck des Anilins führen, so die Verantwortlichen. Außerdem fänden die Reaktionen unter milderen Bedingungen statt. Die ökologischen Aspekte des Verfahrens werden laut Herstellerangaben auch durch externe Institute bewertet.

Derzeit werden weltweit rund 5 Mio. t Anilin produziert, wobei das Volumen im Schnitt um rund 5% pro Jahr wächst. Covestro hat eine Produktionskapazität von etwa 1 Mio.t. Das Unternehmen benötigt Anilin als Vorstufe für Polyurethan-Hartschaum. (fg)

Unternehmensinformation

Covestro Deutschland AG

Kaiser-Wilhelm-Allee 60
DE 51373 Leverkusen
Tel.: 0214 60092000

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