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19.05.2016

Teil 4: Singapurs petrochemische Spielwiese

Serie: Kunststoffindustrie in der ASEAN-Region

Im dritten Jahr in Folge wurde Singapur laut der Economist Intelligence Unit (EIU) zur teuersten Stadt der Welt für Auslandsbürger (Expatriates) gewählt. Und dennoch ist das Land ein weltweites Zentrum der Chemikalienproduktion. Trotz hoher Kosten spricht auch einiges für Singapur: gute Anbindung über Schifffahrtswege, entwickelte Infrastruktur, Verfügbarkeit von Arbeitskräften und einfache Geschäftsabwicklung.

Sie ist Singapurs größte vorgelagerte Insel und bildet gleichzeitig auch das petrochemische Zentrum des Stadtstaats: Jurong Island. Mit rund 95 Unternehmen – unter anderem BASF, Lanxess und Sumitomo – sind mehr als die Hälfte der größten petrochemischen Unternehmen der Welt auf der künstlichen Insel vertreten. Laut dem Economic Development Board zieht sie Investitionen von über 35 Mrd. SGD an. Jurong Island bietet Unternehmen eine Art „Plug-and-Play“-Infrastruktur, die eine schnelle Inbetriebnahme ermöglicht und das Wachstum sowohl in den vorgelagerten als auch den nachgelagerten Branchen stärkt.

Mehr als die Hälfte der größten petrochemischen Konzerne ist auf Jurong Island vertreten (© Wikipedia/Jacklee/cc-by-sa-3.0)

Mehr als die Hälfte der größten petrochemischen Konzerne ist auf Jurong Island vertreten (© Wikipedia/Jacklee/ cc-by-sa-3.0 )

2016 könnte ein schwieriges Jahr werden

Die Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg, hat mit seiner neuen Ethyleneinheit, die zur Beseitigung von Engpässen im letzten Quartal fertiggestellt wurde, die Ethylenproduktion um 20% auf 960 000 t/a erhöht. Dies macht auch den Weg frei für neue nachgelagerte Projekte im Jahr 2016: eine Anlage für hochreines Ethylenoxid (HPEO) mit einer Anfangskapazität von 140 000 t/a und zwei Großanlagen für die Ethoxylierung mit einer Gesamtkapazität von 140 000 t/a. Weitere Expansionsprojekte sind das Joint Venture von SK Global Chemical und der Sabic Innovative Plastics GmbH, Düsseldorf, zur Errichtung eines Werkes für lineares Polyethylen niederer Dichte mit Metallocen (mLLDPE) mit einer Kapazität von 230 000 t/a, das den Verpackungssektor bedienen wird, und das neue Werk von ExxonMobil Chemical zur Produktion von Premium-Halobutylkautschuk und hydriertem Kohlenwasserstoffharz.

Das Forschungsunternehmen BMI Research erwartet jedoch, dass 2016 für Singapur ein schwieriges Jahr werden könnte. Hintergrund dafür sei der Abschwung in China und ein regionales Überangebot, das das Exportwachstum untergräbt und die Margen schmälert.

Träge Marktentwicklung mit Folgen

Schon jetzt steht der Komplex von Jurong Aromatics Company (JAC), eine der weltweit größten Aromaten-Produktionsstätten, unter Zwangsverwaltung, nachdem er im Dezember 2014 nach nur vier Monaten Betrieb geschlossen worden war. Der Komplex umfasst einen Kondensatabscheider und Werke mit jährlichen Produktionskapazitäten für 800 000 t PX, 200 000 t OX und 450 000 t Benzol auf Basis von UOP-Technologie. Darüber hinaus können jährlich 2,5 Mio. t Brennstoffe hergestellt werden, z. B. Düsentreibstoff und Kerosin. Der Zwangsverwalter strebt eine Schuldenrestrukturierung an, die eine Wiederaufnahme des Betriebs im Jahr 2016 möglich machen könnte.

Die JAC-Schließung und die träge Marktentwicklung hatten zur Folge, dass der Petrochemie-Index in Singapur in den ersten drei Quartalen 2015 nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr stieg, gegenüber 13,3% Wachstum 2014, erklärt BMI. Auch wenn die Probleme von JAC sich nicht auf andere petrochemische Betriebe in Singapur ausgewirkt haben, so zeigen sie doch die Anfälligkeit des Landes gegenüber wirtschaftlichen Problemen in China. Mittelfristig gehe man jedoch von einer Erholung aus, da die Hersteller ihre Märkte diversifizieren und Indien und Indonesien voraussichtlich die Exportverluste in Richtung China ausgleichen.

Neue Wachstumssektoren und Produktionskapazitäten

Darüber hinaus setzt Singapur auf Spezialchemie als nächsten Wachstumssektor, wie aus dem Wirtschaftsbericht „Economic Survey of Singapore“ des Ministeriums für Handel und Industrie in Singapur hervorgeht. Neue Produktionskapazitäten sind in Betrieb gegangen. So hat Solvay für 50 Mio. SGD ein Werk für Spezialtenside eröffnet. Und der britische Spezialchemieproduzent Croda International hat für 38 Mio. SGD sein Werk auf Jurong Island erweitert, für eine Verdoppelung der Produktionskapazität und Verbreiterung der Produktpalette, um ein kundenspezifischeres Angebot zu ermöglichen. (kk,me)

zusätzliche Links

Den Wirtschaftsbericht des Ministeriums für Handel und Industrie finden Sie hier

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