nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
English
Merken Gemerkt
23.04.2020

Röntgenblick mit optischen Kameras kombiniert

Inspektion und Sortierung von Kunststoffgranulat

  • Beispiele für Kunststoffkontaminationen (links):  Die optischen Kameras detektieren visuelle Defekte auf dem Granulat sowie Farbabweichungen (Mitte). Mit einer Röntgenkamera werden metallische Kontaminationen im Granulatinneren detektiert (rechts) © Sikora

    Beispiele für Kunststoffkontaminationen (links): Die optischen Kameras detektieren visuelle Defekte auf dem Granulat sowie Farbabweichungen (Mitte). Mit einer Röntgenkamera werden metallische Kontaminationen im Granulatinneren detektiert (rechts) © Sikora

  • Querschnitt eines Höchstspannungskabels mit Durchschlag (© Sikora)

    Querschnitt eines Höchstspannungskabels mit Durchschlag (© Sikora)

  • Das Online-Inspektions- und Sortiersystem detektiert metallische Kontaminationen im Granulat sowie Black Specks und Verbrennungen auf der Granulatoberfläche (© Sikora)

    Das Online-Inspektions- und Sortiersystem detektiert metallische Kontaminationen im Granulat sowie Black Specks und Verbrennungen auf der Granulatoberfläche (© Sikora)

  • Galerieansicht der detektierten Fehler durch das online Inspektions- und Sortiersystem (© Sikora)

    Galerieansicht der detektierten Fehler durch das online Inspektions- und Sortiersystem (© Sikora)

1 | 0

Black Specks und Verfärbungen führen bei der Herstellung von Kunststoff-Spritzgussteilen, aber auch bei Profilen, Kabeln und Rohren, häufig zu erhöhten Ausschussmengen. Gleiches gilt für Metalleinschlüsse im Granulat, die im Endprodukt und den Verarbeitungsmaschinen Spuren hinterlassen und Kosten verursachen. Ursache dieser Art von Materialverunreinigungen liegen, was Black Specks anbetrifft, oft in der thermischen Überbeanspruchung, während metallische Verunreinigungen ihren Ursprung häufig in den Schneidwerkzeugen der Pelletieranlagen haben.

Oftmals wird die Ursache in den Maschinen und Prozessen gesucht, während der Rohstoff eher selten in die Analysen mit einbezogen wird. Risiken, die sich aus Verschmutzungen ergeben, sind bei Hochspannungskabeln Durchschläge und bei Spritzgussanlagen Beschädigungen des Werkzeugs. Vor diesem Hintergrund ist eine kontinuierliche Qualitätskontrolle im Produktionsprozess, die eine 100 % Prüfung der zu verarbeitenden Granulatmenge erfüllt, essentiell. Die SIKORA AG hat ein spezielles online Inspektions- und Sortiersystem entwickelt, welches Röntgen- mit optischen Technologien kombiniert und dadurch automatisch Farbabweichungen und Metalleinschlüsse ab einer Größe von 50 μm detektiert und separiert. Durch den Einsatz des Systems werden Reparatur- und Folgekosten vermieden sowie Maschinen- und Personalkosten, Stillstandszeiten und Abfälle deutlich reduziert.

Qualitätssicherung bei Kunststoffherstellern, Compoundeuren und Verarbeitern
Bereits geringste Prozessschwankungen in den Compoundieranlagen können Veränderungen der technischen und optischen Eigenschaften am Granulat und dem späteren Produkt hervorrufen. Thermische und mechanische Überbelastungen des Polymers, Verunreinigungen durch die Produktionsumgebung oder eine Überlastung der Mitarbeiter können unbemerkt zu Kontaminationen im Granulat in Form von Black Specks, Vergilbungen, Verbrennungen, Metall, Staub, etc. führen.

Bei der in der Industrie gängigen Musterentnahme von Granulat bleiben Verunreinigungen häufig unentdeckt, da die Probenmenge im Verhältnis zur Liefermenge und zur tatsächlich enthaltenen Kontaminationsmenge zu gering ist. Außerdem kann die Kontamination als Nest in einem Gebinde, in mehreren Gebinden oder auch homogen in vielen Gebinden verteilt auftreten. Die entnommenen Muster werden deshalb hauptsächlich für einfache offline Wareneingangsprüfungen eingesetzt.

Kunststoffe mit optischen Defekten oder Kontaminationen wurden in der Vergangenheit häufig mit Preisnachlässen an Compoundeure oder Verarbeiter verkauft. Die Ware wurde entweder umgearbeitet beziehungsweise in andere Compounds mit geringer Zudosierung eingearbeitet. Alternativ wurde sie direkt zu Produkten mit keinen oder nur geringen optischen Anforderungen verarbeitet. Chargen mit metallischen Kontaminationen wurden mittels induktiver Metallseparatoren entmetallisiert und erneut einem Einsatzzweck zugeführt. Während in Europa erste optische Sortiersysteme primär für ein Notfall-Szenario bei Herstellern konzipiert und eingesetzt wurden, hat sich seit den 2000er Jahren ein Dienstleistungssektor im Bereich Sortierung entwickelt. Das zu sortierende Granulat wird in der Zielverpackung zum Dienstleister transportiert, von diesem optisch sortiert, in Originalgebinde neu verpackt und einige Tage später vom Hersteller wieder abgeholt.

Dieses Vorgehen ist für Hersteller von hochwertigen und sehr reinen Rohstoffen, wie zum Beispiel Polyethylen für Kabelanwendungen, undenkbar. Die Qualitätsanforderungen im E+E-Bereich (Elektrik + Elektronik), in der Medizin oder Luft- und Raumfahrt sind so hoch, dass jegliches Risiko einer Fremdkontamination auszuschließen ist, um Image- und Folgeschäden in Millionenhöhe zu vermeiden. Auch für die Herstellung von Massen-Kunststoffen mit sehr hohen Qualitätsanforderungen und für Compoundeure von technischen Rohstoffen ist eine 100 % online Inspektion mit automatischer Sortierung erforderlich.


Inhaltsverzeichnis

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Unternehmensinformation

SIKORA AG

Bruchweide 2
DE 28307 Bremen
Tel.: 0421 48900-0
Fax: 0421 4890090

Weiterführende Information
  • 03.04.2020

    Sikora AG beruft neues Vorstandsmitglied

    Nachfolgeregelung frühzeitig festgelegt

    Die Sikora AG hat zum 1. März 2020 ein neues Mitglied in den Vorstand berufen. Er wird als Nachfolger von Vorstand Harry Prunk eingearbeitet, der in den Ruhestand geht.   mehr

  • © Sikora

    Säuberungsaktion mit Röntgen- und Kamera-Blick

    Kontaminationen in Recycling-Granulat entfernen

    Sortieren ist im Kunststoffrecycling das A und O. Das führt noch auf Granulat-Ebene zu höherer Qualität, wie sich bei einem Schweizer Spezialist für Fluorkunststoffe zeigt.   mehr

  • Hightech beflügelt die Echtzeit-Messung
    Kunststoffe 10/2018, Seite 179 - 181

    Hightech beflügelt die Echtzeit-Messung

    Technische Fortschritte machen neue Anwendungen in der Qualitätskontrolle möglich

    Während der Produktion in Echtzeit erhältliche Daten über die Maßhaltigkeit von Produkten sind Gold wert. Denn sie sparen nicht nur...   mehr

  • Erschienen in Kunststoffe 04/2018

    Leuchttischfunktion mit automatischer Materialkontrolle kombiniert

    Optisches Offline-Inspektions- und Analysesystem

    Materialstichproben wurden bisher oft manuell an Leuchttischen inspiziert – eine vom Prüfer abhängige Methode mit eingeschränkter Wiederholgenauigkeit. Automatischen Methoden fehlt dagegen oft die Möglichkeit zur Nachkontrolle.   mehr

    SIKORA AG

  • Extrusion online im Blick
    Kunststoffe 04/2017, Seite 81 - 84

    Extrusion online im Blick

    Durchmesser, Wanddicke, Exzentrizität und Sagging während der Produktion messen

    Online-Messgeräte mit angeschlossener Regelung sind heute in Extrusionslinien Standard zur Online-Qualitätskontrolle, Prozessstabilität und...   mehr

  • Großrohr-Extrusion exakt überwachen
    Kunststoffe 07/2016, Seite 66 - 68

    Großrohr-Extrusion exakt überwachen

    Millimeterwellen liefern berührungslos Parameter wie Durchmesser, Wanddicken, Ovalität und Sagging

    Ein Millimeterwellen-Messsystem kann die Maße von großen Rohren sehr genau und unabhängig von Umgebungs- oder Materialeinflüssen bestimmen....   mehr

Kunststoffe im Automobil

Zum Special

Dissertationen

Lesen Sie aktuelle Dissertationen aus dem Bereich der Kunststofftechnik.


Zu den Dissertationen

Handelsnamen

Sie kennen nur den Handelsnamen eines Werkstoffs und wollen den Hersteller, die Kunststofftype und seine Lieferform wissen? Recherchieren Sie hier!


Zu den Handelsnamen

Wörterbuch Kunststofftechnik

Fast 2000 Fachbegriffe in sieben Sprachen helfen Ihnen bei der Kommunikation mit Ihren Geschäftspartnern.


Zum Wörterbuch Kunststofftechnik