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11.04.2017

Packender Wettbewerb

Deutscher Verpackungspreis begleitet Entwicklung der Kunststoffverpackungen

Als Mitte des 20. Jahrhunderts der heute hohe Entwicklungsstand der Kunststofftechnik seinen Anfang nahm, wurden polymere Werkstoffe erstmals auch im Verpackungsbereich eingesetzt. Ein Jahrzehnt später entstanden in Europa die ersten Verpackungswettbewerbe. Seitdem lässt sich an den Auszeichnungen der Erfolg der Kunststoffverpackungen ablesen.

  • Bild 1: Manche Verpackungen sind bereits Design-Klassiker, wie die konturierte Flasche von Coca-Cola. In der neuesten Version besteht die Flasche zu 100% aus rezykliertem Polyethylenteraphthalat (rPET) © Hanser/A.Stein

  • Bild 2: Der Deutsche Verpackungspreis wird seit den 60er Jahren von Deutschen Verpackungsisntitut e.V. (dvi) vergeben und berechtigt auch zur Teilnahme am internationalen WorldStar-Verpackungswettbewerb (© dvi)

  • Bild 3: Hartschaumpolster, wie bei dieser Küchenmaschine, würden heute kaum mehr aus Polystyrol (PS) gefertigt werden (© dvi)

  • Bild 4: Kunststoffe begannen zunächst, andere Werkstoffe als Verpackungsmaterial zu ersetzen (© dvi)

  • Bild 5: Ende der 70er-Jahre setzte die Verpackungsindustrie auf weiche, geschäumte PS-Polster, da diese vor allem bei sehr zerbrechlichen Packgütern bessere Eigenschaften aufwiesen (© dvi)

  • Bild 6: Im Vergleich zu Metallkisten sind Kunststoffbehälter sehr leicht, haben eine gute Medienbeständigkeit und sind darüber hinaus günstiger in der Anschaffung (© dvi)

  • Bild 7: Fässer, Kanister und andere Behälter für Flüssigkeiten wurden stetig überarbeitet, um die Handhabung und Dichtigkeit zu verbessern und gleichzeitig den Materialeinsatz zu optimieren (© dvi)

  • Bild 8: Ein wichtiger Schritt für das Verpackungsdesign: Transparente Verkaufsverpackungen aus Hart-PVC (© dvi)

  • Bild 9: Durchsichtige Verpackungen aus PVC hatten in den 60er-Jahren Hochkonjunktur, würden sich heute aber wohl nicht mehr gut verkaufen (© dvi)

  • Bild 10: Schwebeverpackungen verbinden ein ansprehendes Äußeres mit einer sehr guten Schutzfunktion (© dvi)

  • Bild 11: Die erste Tablettenverpackung aus Aluminium-PVC-Verbundfolie schützte die Tabletten zuverlässig und war einfach in der Handhabung (© dvi)

  • Bild 12: Im Gegensatz zu Packungen aus PVC-Aluminium-Verbundfolie waren die Einstoff-Blister aus Polypropylen (PP) sehr recyclingfreundlich (© dvi)

  • Bild 13: Im historischen Vergleich fällt bei den Tablettenverpackungen sofort das Design auf. Neben optischer Aufmerksamkeit war auch ein minimaler Materialeinsatz das Ziel (© dvi)

  • Bild 14: Durch eine luftdichte Vakuumversiegelung können Kunststoffverpackungen zur Verlängerung der Haltbarkeit bei Lebensmittel beitragen (© dvi)

  • Bild 15: Der Milchbeutel war zwar unpraktisch in der Handhabung, dafür konnte das Verpackungsmaterial auf ein Minimum reduziert werden © dvi

  • Bild 16: In den 1990er-Jahren war der Einsatz von Rezyklat aus Post-Consumer-Abfällen in Verpackungen noch etwas Außergewöhnliches (© dvi)

  • BIld 17: Angesichts der heutigen Marktdurchdringung ist es kaum vorstellbar, dass Getränkeflaschen aus PET erst Anfang der 1990er-Jahre in den Handel eingeführt wurden (© dvi)

  • Bild 18: Bei heutigen Verpackungen beginnt die Materialieinsparung bereits in der Konstruktion. Die schulterfreie Tube spart gegenüber einer herkömmlichen Verpackung bis zu 40% Material (© dvi)

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Die Entwicklung von Kunststoffen hat sowohl den Fortschritt in der Industrie als auch unser tägliches Leben wie kaum ein anderer Werkstoff beeinflusst. Die weltweite Kunststoffproduktion umfasst gegenwärtig mehr als 300 Mio. t und steigt von Jahr zu Jahr. Infolge des hohen Anteils an kurzlebigen Produkten, zu denen überwiegend auch Verpackungen zählen, ist das Abfallaufkommen ebenfalls sprunghaft gestiegen.

In der Verpackungsbranche haben die Kunststoffe mit einem wertmäßigen Anteil von über 40 % einen vorderen Platz in der Statistik [1]. Die Funktionen der Kunststoffverpackungen haben sich über die Grundanforderungen des Produktschutzes, der Rationalisierung sowie der Information und Werbung ständig erweitert und verbessert. Moderne Verpackungen haben ein Gedächtnis, erinnern uns an Verfallsdaten und Reifegrade von Lebensmitteln, lassen sich in der Mikrowelle erwärmen und helfen dem Arzt durch ihre funktionelle Gestaltung und durch Einhaltung der Hygienevorschriften. Sie nutzen all unsere Sinne mittels Farbe, Lichtsignale, Töne, Düfte oder Haptik, um für den Inhalt zu werben. Sie sichern Medikamente vor Fälschungen und erleichtern die Logistik durch integrierte RFID-Chips. Neben wachsenden Anforderungen der Verbraucher an Convenience und Nachhaltigkeit müssen sie den zahlreichen gesetzlichen Vorschriften genügen und außerdem kostengünstig sein.

New Plastics Economy

Da Kunststoff als Abfall weltweit immer noch unkontrolliert in die Umwelt gelangt, und dort infolge des langsamen Abbauprozesses die Natur belastet, hat der Werkstoff ein großes Imageproblem. Einige Verbraucher, die diese vordergründig sichtbaren Nachteile von Kunststoff wahrnehmen und in den Medien Sätze lesen wie „Raus aus dem Plastik“ oder Bücher mit dem Titel „Besser leben ohne Plastik“, sind schnell gewillt, diesen populistischen Aussagen zuzustimmen [2]. Leider haben sie dabei vermüllte Rastplätze und Badestrände vor Augen, aber nicht die technologischen Vorteile von Kunststoffverpackungen.

Sie tragen dazu bei, den Alltag zu bereichern, Lebensmittelverluste, die gegenwärtig etwa 1,3 Mrd. t betragen, zu verringern, und die Logistik ebenso wie das Gesundheitswesen und andere Bereiche entscheidend zu verbessern [3]. „Plastik ist ein tolles Material, das wir immer verwenden werden. Wir sollten es bloß nicht wegwerfen“, so Boyan Slat, der erst 22-jährige Europäer des Jahres 2017, niederländischer Umweltschützer und Gründer des Unternehmens Ocean Cleanup in Delft [4].

So wie er haben das auch eine Reihe anderer Aktivisten erkannt und sich in der Ellen McArthur Stiftung zur Initiative New Plastics Economy vereinigt. Sie erarbeiteten einen Plan und erreichten, dass in Davos beim Weltwirtschaftsforum 2017 rund 40 Konzerne eine Erklärung zur Mitarbeit unterzeichneten. Der Aktionsplan sieht vor, dass 50 % des jährlich verbrauchten Kunststoffs recycelt, 20 % wiederverwendet und 30 % einem Redesign unterzogen werden, um sie besser verwerten zu können.

Wettbewerbe fördern Innovationen

Als sich Mitte des 20. Jahrhunderts die Internationalisierung der Märkte neu belebte und die Globalisierung der Wirtschaft zunahm, erhielt auch die Verpackungstechnik einen kräftigen Schub, der durch die Einführung des Selbstbedienungshandels stark befördert wurde. Die Verpackung ersetzte nun den Verkäufer und trug entscheidend dazu bei, inwieweit die Waren sich nationaI und international auf dem Markt behaupten konnten. Die Anforderungen an eine optimale Verpackung erweiterten und veränderten sich ständig. Diesen Herausforderungen mussten sich die Verpackungshersteller bei gleichzeitig verschärftem Zeit- und Kostendruck stellen.

Bild 2: Der Deutsche Verpackungspreis wird seit den 60er Jahren von Deutschen Verpackungsisntitut e.V. (dvi) vergeben und berechtigt auch zur Teilnahme am internationalen "WorldStar"-Verpackungswettbewerb (© dvi)

Um einerseits den Leistungsvergleich der Hersteller zu fördern und andererseits die Wertschätzung der Verbraucher für optimale Verpackungslösungen zu entwickeln, wurden in einigen Ländern Westeuropas Verpackungswettbewerbe ins Leben gerufen. Diese erwiesen sich als wichtige Instrumente, um Produkt- und Verfahrensinnovationen zu generieren und Spitzenleistungen zu verbreiten.

Zunächst wurde 1958 der jährliche Wettbewerb EUROSTAR der European Packaging Federation gestartet, einer Vereinigung von 20 europäischen Verpackungszentren. 1963 fand erstmals auch in Deutschland ein Verpackungswettbewerb statt. Er wurde von der Rationalisierungs-Gemeinschaft Verpackung des RKW im Rahmen der Interpack organisiert. Impulsgeber waren die Spezialisten Johannes Hoffmann und Dieter Berndt. Das Echo der Wirtschaft übertraf mit 265 Einsendungen die Erwartungen der Organisatoren. Zunächst fand der Wettbewerb alle drei Jahre statt. Die Einsendungen wurden in die Kategorien „technisch-wirtschaftlich“ und „grafisch-werblich“ eingeteilt und von einer Fachjury begutachtet. Die Gewinnertrophäe, die in Bild 2 dargestellt ist, umhüllt V-(Verpackungs-)förmig das als Würfel dargestellte Produkt.

1996 übernahm das Deutsche Verpackungsinstitut Berlin e.V. die Organisation des Wettbewerbs mit dem Ziel, die Veranstaltung zu stärken und zu profilieren. Der Zuspruch zu diesem Wettbewerb führte dazu, dass der Preis seit 1999 jährlich vergeben wird und unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers steht. Der Verpackungspreis (DVP) qualifiziert auch für die Teilnahme am internationalen Wettbewerb „WorldStar“ der World Packaging Organisation.


Inhaltsverzeichnis

Die Autorin Dr. oec. Dipl.-Ing. Monika Kaßmann ist Vorstandsmitglied des Deutschen Verpackungsinstituts e.V.(dvi), Berlin und der Wisschenschaftlichen Gesellschaft für Fördertechnik und Verpackung e.V., Dresden

Literaturhinweis

[1] Statistisches Bundesamt, 2015

[2] „Besser leben ohne Plastik“, ökom verlag, 2016

[3] Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

[4] Readers Digest Nr. 2/2017, S. 35

[5] GVM-Studie Verpackung 2015

Unternehmensinformation

Deutsches Verpackungsinstitut e. V. (dvi)

Kunzendorfstraße 19
DE 14165 Berlin

Weiterführende Information
  • 30.03.2017

    Neues Verpackungsgesetz

    bvse erwartet mehr Recycling und weniger Verbrennung

    Das Verpackungsgesetz, das heute verabschiedet wird, soll der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft dienen   mehr

  • 27.03.2017

    DVI veranstaltet Tag der Verpackung

    Imagekampagne unter dem Motto "Verpackung schützt"

    Um über die unverzichtbaren Leistungen von Verpackungen zu informieren veranstaltet das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. zusammen mit weiteren Institutionen der Verpackungswirtschaft aus Deutschland und Österreich einen Tag der Verpackung.   mehr

  • 20.10.2016

    Kim Cheng neue Geschäftsführerin des dvi

    Doppelspitze im Deutschen Verpackungsinstitut

    Die Juristin Cheng kommt vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), bei dem sie acht Jahre verantwortlich tätig war.   mehr

Kunststoffe im Automobil

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