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24.07.2018

Modernisierte Produktion mit CIJ-Druckern

Wo Heißprägemaschinen an ihre Grenzen stoßen

Alte Technologien rafft regelmäßig der Zeitgeist dahin. Ein Beispiel: Die Heißprägemaschinen, die bei der Binder + Wöhrle GmbH & Co KG, Hausach, einem Hersteller von Kunststoffrohren, Profilen und Bowdenzügen, für die Produktkennzeichnung zum Einsatz kamen. Sie druckten jahrelang mit vorgeheizten Prägezeichen auf Kunststofffolien, die sich ablösten und als Schriftbild auf dem Produkt kleben blieben. Die Maschinen ließen sich wirtschaftlich betreiben – allerdings nur in einer Zeit, in der auf Produkten wenige Daten erscheinen mussten.

Das ist heute anders. „Wir sind gesetzlich verpflichtet, eine Vielzahl an Produktdaten aufzubringen –unter anderem Produktnummer, Materialkennzeichnung und Produktionsdatum“, erklärt Klemens Isele, Geschäftsführer von Binder + Wöhrle Die Heißprägemaschinen, bei denen sich das Schriftbild nur aufwendig ändern lässt, stießen an die Grenzen ihrer Flexibilität. Weshalb sich das Unternehmen auf die Suche nach einem wirtschaftlichen und flexiblen Kennzeichnungssystem machte.

Berührungsloses kennzeichnen mit fliegenden Tintentropfen

In Tuttlingen sitzt die Paul Leibinger GmbH & Co. KG. Sie stellt den JET3up her, einen Drucker, bei dem sich die Informationen – fünfzeilige Kleinschriften, Grafiken, Barcodes und alle gängigen Datamatrix-Codes mit einer Druckhöhe von bis zu 16 mm – über einen 10,4 Zoll großen Touchscreen einstellen lassen. Sie erscheinen laut Hersteller 1:1 auf dem Produkt; Testläufe sind nicht nötig.

  • JET3up im Betrieb: Der Drucker hat eine Leistungsaufnahme von nur rund 30 W und soll mit einem Liter Tinte 160 Mio. Zeichen drucken können (© Paul Leibinger)

    JET3up im Betrieb: Der Drucker hat eine Leistungsaufnahme von nur rund 30 W und soll mit einem Liter Tinte 160 Mio. Zeichen drucken können (© Paul Leibinger)

  • Über einen 10,4 Zoll großen Touchscreen lassen sich die zu druckenden Informationen einstellen, die dann 1:1 auf dem Produkt erscheinen (© Paul Leibinger)

    Über einen 10,4 Zoll großen Touchscreen lassen sich die zu druckenden Informationen einstellen, die dann 1:1 auf dem Produkt erscheinen (© Paul Leibinger)

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Anders als Heißprägemaschinen berührt der Drucker das Produkt nicht, was die Produkte schont und die Gefahr von Bruchstellen reduziert. Die Continuous-Inkjet-Technik (CIJ) arbeitet mit einem zylinderförmigen Druckkopf, der laut Hersteller 96000 elektrisch geladene Tintentropfen pro Sekunde durch eine winzige Düse in Richtung eines Auffangrohrs schießt.

Zwei Ablenkelektroden verändern die Flugbahn einzelner Tropfen, sodass sie als Bildpunkt auf der Produktoberfläche landen und dort nach Angaben von Paul Leibinger innerhalb einer Sekunde trocknen. So entstehen schwarze und weiße Aufdrucke auf den Produkten. Die restlichen Tropfen fliegen geradeaus in das Fängerrohr und zirkulieren im System.

Drucker hält mit Sprinter-Geschwindigkeit mit

Dabei kann der Drucker mit Produkten mithalten, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 600 m/min (10 m/s – die Geschwindigkeit eines 100-m-Läufers) aus dem Extruder kommen. In der Produktion von Binder + Wöhrle sind mittlerweile 13 dieser Drucker im Einsatz. Ein Drucker hat eine Leistungsaufnahme von rund 30 W und druckt mit einem Liter Tinte 160 Mio. Zeichen. Zudem sind die Wartungs- und Reinigungskosten nach Herstellerangaben niedrig.

Durch das automatische Verschlusssystem Sealtronic entfallen aufwendige Reinigungsarbeiten vor dem Produktionsstart. „Ist der Drucker außer Betrieb oder im Stand-by-Modus, bleiben bei vielen CIJ-Druckköpfen Düse und Fängerrohr offen. Die Tinte trocknet ein und die Düse verstopft, sodass viel Reinigungsaufwand nötig ist, damit es beim nächsten Start nicht zu einem diffusen Spucken von Tinte und einem undeutlichen Schriftbild kommt“, erklärt Christina Leibinger, Geschäftsführerin der Paul Leibinger GmbH und Co. KG. Das Sealtronic-Fängerrohr fährt dagegen in Produktionspausen auf die Düse und verschließt das System luftdicht. (ys)

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Unternehmensinformation

Paul Leibinger GmbH & Co. KG

Daimlerstr. 14
DE 78532 Tuttlingen
Tel.: 07461 9286-0
Fax: 07461 9286-199

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