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07.12.2017

Harmlos oder gefährlich?

Drohende Einstufung von Titandioxid als krebserregend

Titandioxid ist aktuell in der Diskussion bei EU-Kommission, Behörden und Industrieverbänden. Es steht im Verdacht krebserregend zu sein (© iStock.com/PhotoEuphoria)

Weil es die höchste Deckkraft hat und farbige Medien hervorragend aufhellt, ist Titandioxid (TiO2 ) das wichtigste Weißpigment für Farben, Lacke, Kunststoffe, Fasern und Papier. Bei einer aktuellen Stoffbewertung nach REACH hat jedoch der Ausschuss für Risikobeurteilung der Europäischen Chemikalienagentur empfohlen, Titandioxid als einen Stoff „mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ durch Einatmen einzustufen.

Der Vorschlag wird von Industrieunternehmen und Verbänden kritisiert und als unangemessen zurückgewiesen. Sie führen dabei vor allem zwei Argumente an: Zum einen, dass in der zugrundeliegenden wissenschaftlichen Veröffentlichung nicht die stofflichen Eigenschaften von Titandioxid, sondern vielmehr die pulverförmige Erscheinungsform als potenzielles Gesundheitsrisiko angeführt werden. Deswegen gäbe es bereits entsprechende Staubgrenzwerte. Zum anderen seien die Ergebnisse mit TiO2 aus experimentellen Studien an Ratten aus mehreren Gründen nicht auf den Menschen übertragbar.

Dr. Martin Engelmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie, sieht in der Diskussion eine Überdehnung des Vorsorgeprinzips mit ungerechtfertigten Folgen für die Industrie. Allerdings müsse der Gesetzgeber bei solchen Entscheidungen auch das Haftungsrisiko einschätzen, erklärte er kürzlich in einem Interview. Da eine Gefahr im Umgang mit TiO2 nicht unbedingt auszuschließen ist, müsse der Gesetzgeber sie mit einkalkulieren und dementsprechend einstufen. Die finale Entscheidung obliegt dem REACH-Regelausschuss unter Federführung der Europäischen Kommission. Sie wird Ende 2018 erwartet.

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