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27.09.2016

Funktionale Leichtgewichte

Leichte Verpackungen mit hoher Funktionalität bleiben gefragt

Maximaler Produktschutz bei minimalem Materialeinsatz, Auslösen von Kaufimpulsen durch Dekoration, dazu Ressourceneffizienz in Herstellung, Lagerung und Transport – das sind die Anforderungen, die Verbraucher heute an Verpackungen haben. Wie Hersteller diesen nachkommen und umsetzen, wird sich auch auf der K2016 in Düsseldorf zeigen.


Neue Anforderungen, Möglichkeiten und Verfahren

Beim InnoPET Plasmax Verfahren wird die Innenschicht der PET-Flaschen Siliziumoxid beschichtet (© KHS Plasmax)

Besonders große Aufmerksamkeit und Marktbedeutung innerhalb der Verpackungsbranche genießt die Lebensmittelbranche. Denn allein in europäischen Ländern verderben immer noch rund 60% der Lebensmittel, was durch sinnvolle Verpackungen deutlich reduziert werden könnte. Zumal laut einer Veröffentlichung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) Produktschutz auch immer Klimaschutz ist. In der Regel ist der CO2 -Ausstoß zur Erzeugung eines neuen Lebensmittels, weil das erste aufgrund eines mangelhaften Produktschutzes verdarb, deutlich größer als der CO2 -Ausstoß zur Erzeugung einer geeigneten Verpackung, die das Verderben verhindert.

Selbstverständlich dient jede Schutzverpackung der Gesundheit des Konsumenten, indem sie das Lebensmittel vor jeglichen äußeren Einflüssen bewahrt. Gerade in der Getränkebranche geht der Trend dahin, gesundheitsfördernde Zusatzstoffe in Getränke zu geben, die einen besonderen Schutz benötigen. Ein Beispiel hierfür sind Obstsäfte mit hohen Vitamingehalten oder Sport- und Fitnessdrinks mit speziellen Nahrungsergänzungsmitteln. Um solche Getränke in Flaschen lange frisch zu halten, bietet sich das InnoPET-Plasmax-Verfahren der KHS Plasmax GmbH, Hamburg, an.

In einem Niederdruck-Plasmaverfahren lagert sich reines Siliziumoxid, also Glas, in einer etwa 50 nm dicken Schicht auf der Innenseite einer Flasche aus Polyethylenterephthalat (PET) ab. Das Getränk ist dadurch länger haltbar, vor Außeneinflüssen sowie Vitamine und Zusatzstoffe vor dem Entweichen geschützt. Im Gegensatz zur Multi-Layer-Flasche ist das System für die Barrierebeschichtung zwar etwas aufwendiger, die Materialkosten pro Flasche mit rund 1 Cent pro Flasche jedoch günstiger. Hauptvorteil des Verfahrens ist laut Hersteller die Rezyklierbarkeit der Flasche.

Ernährungstrends beeinflussen auch die Verpackung

Ein anderer Trend in der Getränkebranche geht zu gesunden Getränken mit stückigen Anteilen, beispielsweise Wasser mit Aloe-Vera-Stückchen oder Milch- und Joghurtgetränken mit Fruchtstücken. Hierfür sind nicht nur die passenden Flaschengeometrien gefragt, sondern auch Abfülltechnologien, die feste Partikel sauber und präzise dosieren können. Maschinenbauer wie die Krones AG, Neutraubling, haben sich darauf eingestellt und bieten mit Dosaflex spezielle Dosiersysteme für stückige Füllgüter bis zu einer Größe von 3x3x3 mm mit einer Dosiergenauigkeit von ±0,3 % an.

Milch in PET-Flaschen sieht der Verbraucher eher selten. Ein neues Additiv könnte das ändern (© 123RF.com/pevgeniy)

Apropos Milch- und Joghurtgetränke: Hier ist ein klarer Trend zu einem immer größeren Angebot zu beobachten. Da gerade Milchgetränke aber nur eine begrenzte Haltbarkeit haben, präsentiert Holland Colors NV, Apeldoorn/Niederlande, auf der K2016 ihr neues Feststoff-Additiv Holcomer III, welches die Herstellung von PET-Monolayer-Verpackungen für ultrahocherhitzte Milch ermöglicht. Es soll einen 100%-igen Schutz vor UV-Strahlen und bis zu 99 % Schutz vor sichtbarem Licht bieten.

Recyclingfähiges Design von Anfang an

Besonders bedeutsam bleibt das Gewicht jeder Verpackungslösung. Hier ist in den letzten Jahren sehr viel passiert. Die Ideen und Einsparpotenziale sind vielfältig: Der Verzicht auf Umverpackungen, flexible anstelle halbstarrer oder starrer Verpackungen, neue Designs und die Reduktion der Wanddicken. So sind die Verpackungen im Zeitraum von 1991 bis 2013 insgesamt um 25 % leichter geworden. Allein im Jahr 2013 konnten durch Gewichtsreduktionen weltweit 1 Mio. t Kunststoffe eingespart werden – trotz gestiegener Ansprüche in puncto Funktionalität.

Immer vmehr im Vordergrund, da sowohl von der Gesetzgebung als auch vom Konsumenten mehr und mehr gefordert, steht die Ressourcenschonung. Eng damit verbunden wiederum sind die Recyclingmöglichkeiten von Verpackungen. In Deutschland werden heute schon fast alle Haushaltsverpackungen verwertet, davon mit 56% mehr als die Hälfte werkstofflich. Vor rund 20 Jahren waren es nur 3%. Bei PET-Flaschen sieht die Quote besser aus, hier werden 98% werkstofflich aufbereitet und in den Stoffkreislauf zurückgeführt, so dass heute jede Flasche schon zu rund 25% aus Regranulaten besteht.

Die Verwertungsquoten für die Verpackungsabfälle könnten sogar noch verbessert werden, wenn Verpackungen von Anfang recyclingfähig designt würden. Dr. Michael Scriba, Geschäftsführer der mtm plastics GmbH, Niedergebra, kennt als Polyolefin-Aufbereiter die Problemstellen. Seiner Meinung nach sollten möglichst „reine“ Kunststoffe verwendet werden, keine Papier-Kunststoff-Verbunde, nicht zu stark pigmentierte oder mit Kreide gefüllte Polyolefine. Zudem sollte PET eher für Flaschen denn für Tiefziehschalen eingesetzt werden.


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