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08.12.2020

Additive Fertigung durch digitale Produktionsplattformen

Hohe Flexibilität ohne Investitionskosten

Produktionsplattformen für additive Fertigung und 3D-Druck bieten den Kunden eine bequeme Abwicklung seiner Aufträge ohne selbst in additive Fertigungstechnologien investieren zu müssen. Der Nutzer behält dadurch trotz moderater Kosten eine hohe Flexibilität.

Die Vermittlung zwischen Angebot und Nachfrage findet im Wirtschaftsleben immer häufiger über das Internet statt. Der Trend begann schon vor der Corona-Krise, mittlerweile wandern manche Branchen fast gänzlich auf digitale Marktplätze ab. Meist spricht man dabei von Plattformen – ein Geschäftsmodell, das sich besonders rasant verbreitet.

Produktionsplattformen erleichtern besonders im boomenden Segment der additiven Fertigung den Zugang zu innovativen Herstellungsmethoden
(© Xometry)

Die größten und bekanntesten Beispiele stammen aus den USA, dort bedienten Plattformen zunächst vor allem den Konsumbereich. Grundsätzlich ist es jedoch egal, ob so Dienstleistungen, Konsumprodukte oder Industriewaren zwischen Anbieter und Nachfrager vermittelt werden. Entscheidend sind die digitalen Abläufe, die immer hinter der Plattform-Ökonomie stehen.

Auch in Europa und im industriellen Bereich setzt sich das Prinzip durch, weil es einen Mehrwert für die Beteiligten schafft. So verbucht der Anbieter einer Ware oder Dienstleistung hier geringere Transaktionskosten, denn die Suche nach Kunden und Aufträgen läuft automatisiert über eine von beiden Seiten genutzte technische Plattform ab. Interessenten können wegen der gebotenen Preistransparenz sowie über die Bewertungen anderer Kunden schnell das beste Angebot für ihren Bedarf finden.

Aktuell erleichtern Produktionsplattformen besonders im boomenden Segment der additiven Fertigung den Zugang zu innovativen Herstellungsmethoden. Nicht jedes Unternehmen will die neueste Druckertechnologie gleich kaufen. Um sie dennoch zu nutzen, genügt der Zugang zu einer Plattform.

3D-Druck boomt

Ein Erfolgsgeheimnis der digitalen Marktplätze ist sicher die bequeme Abwicklung. Ein PC genügt. Wer auf einer Fertigungsplattform das CAD des gewünschten Teils hoch lädt, kann den Auftrag vollautomatisch, bequem und meist zu einem sofort ermittelten Preis vergeben.

Genutzt wird diese Möglichkeit von großen Konzernen ebenso wie von Wissenschaftlern, die damit ihre Prototypen produzieren lassen. Die Coronakrise gibt den Produktionsplattformen derzeit einen besonderen Schub. Sie bieten der Industrie Flexibilität angesichts wackelnder Lieferketten. Fällt ein Lieferant aus, kann meist schnell und unkompliziert Ersatz gefunden werden.

Vor allem große Unternehmen und Plattformen bieten eine große Auswahl an additiven Fertigungsprozessen für unterschiedlichste Anwendungen und Materialien (© Xometry)

Unter den gewählten Fertigungsmethoden ist der 3D-Druck derzeit am erfolgreichsten. Randy Altschuler, der CEO des Marktführers Xometry, begründet das so: „Bei dieser Fertigungsart wurde von Anfang an digital gearbeitet. Die Kunden erfahren also keinen technischen Bruch, wenn sie auf eine Plattform kommen.“ Xometry besitzt allein in Europa 2500 Lieferanten, die ihre Fertigungskapazitäten in Dutzenden von Methoden und Materialien anbieten. Weitere Plattformen heißen Kreatize, Facturee, Orderfox oder 3D-Hubs.

Altschuler schätzt den jährlichen Umsatz mit mechanischen Teilen allein in Europa auf 40 Mrd. EUR ein. Ein riesiger Bereich, von dem sich die Plattformen einen großen Anteil holen wollen. Wichtigster Partner ist dabei der Mittelstand. „Wir sind der Freund der kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Denen fehlte bislang ein Ort, an dem sie ihre Fertigungskapazitäten sinnvoll anbieten können“, sagt Xometry-Chef Altschuler.

Viele Optionen trotz geringer Marktkapazitäten

Große Anbieter wie Xometry bieten viele Technologien, neben der CNC- und Blechbearbeitung eben auch im Bereich der additiven Fertigungsverfahren. Im 3D-Druck können zum Beispiel Technologien wie Carbon DLS, HP Multi Jet Fusion oder ganz aktuell das direkte Metall-Lasersintern gewählt werden. Das umfangreiche Angebot ist ein wichtiger Aspekt für Kunden. Für die Auftragsvergabe müssen sie nicht mehr umständlich ihre bereits bekannten Lieferanten anschreiben oder herumtelefonieren. Sie bedienen sich nur noch auf einer einzigen Plattform.

Gerade wenn die Produktionskapazitäten im Markt noch rar sind finden sich in einem Netzwerk leichter Unternehmen mit freien Maschinen. Eine so große Lieferantenkartei wie eine international agierende Plattform kann kaum ein Kunde allein aufbauen. Dazu kommt Instant Quoting: Preisangebote für ein gewünschtes Teil werden innerhalb von Sekunden errechnet. Den Entwicklern bietet dieses mit künstlicher Intelligenz arbeitende Tool eine echte Erleichterung.

In der Coronakrise zeigt sich deutlich, wie stabil und sinnvoll das Geschäftsmodell ist. Selbst auf dem Höhepunkt des Einbruchs verzeichnete Xometry kaum Einbußen. Unvermindert bestellten Firmen ihre Prototypen, Kleinserien und selbst größere Chargen bei den Zulieferern des Netzwerks. Inzwischen hat sich die Lage kräftig erholt, weiterhin rechnet der Marktführer mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 50 %. Unter den Partnerfirmen gibt es Allrounder ebenso wie hochspezialisierte Betriebe. Und eine breite Lieferantenbasis bedeutet nicht, dass nur simple Bearbeitungsmethoden möglich sind. Auftraggeber finden für fast jeden Wunsch den passenden Betrieb – Qualität und Liefertreue garantiert ihnen der Plattformbetreiber.

Große Flexibilität bei geänderter Wirtschaftslage

Die Plattform bietet Kunden große Flexibilität in der Produktion, die gerade bei starken Schwankungen in der Wirtschaftslage ein Vorteil ist (© Xometry)

Die Zulieferbasis einer Plattform differenziert sich ständig aus und passt sich rasch an Veränderungen an. So waren im Frühjahr zunehmend Medizinprodukte gefragt, weil an Gesichtsmasken und anderer Schutzausrüstung am herkömmlichen Beschaffungsmarkt Mangel herrschte. Die Plattform konnte in diesem Umfeld ihren Nutzen ausspielen: Sobald im Netz CAD-Modelle von entsprechender Schutzausrüstung frei zugänglich waren, orderten Unternehmen und Privatleute solche Produkte.

Die Beispiele zeigen, wo die Vorteile von digitalen Plattformen liegen: In der Flexibilität und im Tempo, mit denen selbst kleine und hochspezielle Aufträge ausgeführt werden. Anders als in der traditionellen Auftragsfertigung nehmen die Lieferanten Orders nicht per Telefon oder Fax an. Vielmehr sind die Prozesse durchgehend digitalisiert, zum beiderseitigen Nutzen. Die Auftraggeber profitieren von einer schnellen und zuverlässigen Abwicklung. Die Hersteller wiederum müssen sich nicht mehr langwierig um ihre Akquise kümmern. Sie finden neue Aufträge bequem auf der Plattform. Der Markt für solche Dienstleistungen ist allein in Europa viele Milliarden Euro groß. Weltweit wird er auf deutlich mehr als 200 Mrd. EUR geschätzt.

Dmitry Kafidov, Geschäftsführer Xometry Europe

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Xometry Europe GmbH
Ada-Lovelace-Str. 9
85521 Ottobrunn
Tel.: +49 89 3803 4818
info <AT> xometry.de
www.xometry.de

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