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04.07.2018

Kunststoff-Recycling heute

Highlights von den Erema Discovery Days 2018

Drei Tage zeigten Referenten aus mehreren Stufen der Recycling-Wertschöpfungskette auf Einladung von Erema, was derzeit im Kunststoff-Recycling Stand der Kunst ist und wie man die Herausforderungen angehen will. An laufenden Maschinen konnte man sich selbst einen Eindruck davon verschaffen, wie beispielsweise aus Post-Consumer-Kunststoffmüll Granulate entstehen.

  • Full House bei der Eröffnung: Vom 27. bis 29. Juni lud Erema zu den Discovery Days 2018 nach Ansfelden/Österreich, wo unter Beteiligung namhafter Unternehmen ein Bild vom technischen Stand und den aktuellen Herausforderungen beim Kunststoff-Recycling zu sehen war (© Hanser/K. Klotz)

    Full House bei der Eröffnung: Vom 27. bis 29. Juni lud Erema zu den Discovery Days 2018 nach Ansfelden/Österreich, wo unter Beteiligung namhafter Unternehmen ein Bild vom technischen Stand und den aktuellen Herausforderungen beim Kunststoff-Recycling zu sehen war (© Hanser/K. Klotz)

  • Noch kurz zuvor hatte sich am Empfang eine lange Schlange gebildet, da Erema rund 450 Gäste aus 54 Ländern erwartete, die teilweise an zwei oder allen drei Tagen teilnahmen. Insgesamt bedeutete dies über 1000 Teilnehmer und damit Besucherrekord für die alle drei Jahre veranstaltete Hausmesse (© Hanser/K. Klotz)

    Noch kurz zuvor hatte sich am Empfang eine lange Schlange gebildet, da Erema rund 450 Gäste aus 54 Ländern erwartete, die teilweise an zwei oder allen drei Tagen teilnahmen. Insgesamt bedeutete dies über 1000 Teilnehmer und damit Besucherrekord für die alle drei Jahre veranstaltete Hausmesse (© Hanser/K. Klotz)

  • Für die richtige Motivation sorgte Dr. Gerold Breuer, Head of Marketing & Business Development bei Erema, gleich zu Beginn, aber auch retrospektiv am letzten Tag der Veranstaltung, indem er Zahlen einer wissenschaftlichen Arbeit von 2017 in den Fokus rückte: … (© Erema)

  • Laut dieser Publikation wurden weltweit in den vergangenen 60 Jahren insgesamt 8300 Mio. Tonnen Kunststoffe produziert. Der größte Teil dieser Menge – nämlich 6300 Mio. Tonnen – ist inzwischen Abfall, von dem … (© Hanser/K. Klotz)

  • … zwar 570 Mio. Tonnen bislang recycelt wurden, jedoch … (© Hanser/K. Klotz)

  • … geschätzte 5000 Mio. Tonnen in der Umwelt verblieben sind, sodass … (© Hanser/K. Klotz)

  • … ein Anteil von 79% des gesamten von der Menschheit produzierten Kunststoffabfalls, der in den letzten 60 Jahren produziert wurde, immer noch in der Umwelt lagert (© Hanser/K. Klotz)

  • Wie man es auch besser machen könnte, versuchte Thorsten Leopold, Head of International Packaging Development Home Care, von der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf, zu zeigen. Das Unternehmen nutzt ein großes Spektrum von in verschiedenen Verfahren hergestellten Verpackungen, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … wobei das Thema „End-of-life“ immer wichtiger wird – ein Aspekt, dem die Verpackungsdesigner künftig neben den bekannten Pflichtaufgaben mehr Aufmerksamkeit widmen müssen (© Hanser/K. Klotz)

  • Der Einsatz von Rezyklaten wird dabei von vielen Vorbehalten und Schwierigkeiten behindert, etwa unterlegene Materialeigenschaften, schlechtere optische Eigenschaften, störende Gerüche (gerade beim Polyolefin-Recycling), die begrenzte Verfügbarkeit qualitativ hochwertigen Materials, Kosten und fehlende Zulassungen im Zusammenhang mit Lebensmitteln (© Hanser/K. Klotz)

  • Ein Lichtblick immerhin die dieser Tage bekannt gegebene Verwendung von Rezyklaten in der Verpackung eines handelsüblichen Klebestoffs, wenn auch mit Müll-Sortierung befasste Teilnehmer im Publikum kritisierten, dass die Designer auf eine schwarze Produktfarbe setzen, was die Unterscheidung der Kunststoffe mit Infrarot-Sortiergeräten unmöglich macht (© Hanser/K. Klotz)

  • Zuvor schon hatten am ersten Tag Luis Pellejer, Direktor der spanischen Saica Natur Cycle Plus über die Verwendung von PE-LD-Rezyklaten zu 20 bis 90% je nach Anwendung berichtet und … (© Hanser/K. Klotz)

  • … Berry Bellert, Manager Kunststoffen der niederländischen Attero, über das Sortieren von Reststoffen und insbesondere von Kunststoffen gesprochen. Das Unternehmen verfügt dort über reichlich Erfahrungen, da es außer Recycling-Anlagen unter anderem auch noch Waste-to-Energy-Anlagen betreibt. Sein Unternehmen könne mittlerweile etwa 70% der Kunststoffe sortieren, sodass nur 30% gemischte Kunststoffe energetisch entsorgt werden müssen, während in der Branche sonst oft 50% gemischte Kunststoffe verbleiben (© Hanser/K. Klotz)

  • Greiner-CEO Axel Kühner kam aus dem gut 30 km entfernten Kremsmünster zu Erema nach Ansfelden – trotz der geografischen Nähe ein Kulturschock? In der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zumindest gebe es in Bezug auf Verpackungen „Saints and Sinners“, und während die Recycler zu den Heiligen gehörten, würden dagegen die Verpackungshersteller eher den Sündern zugeordnet. Dass tatsächlich noch viel gesündigt wird, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … zeigte Kühner zur Einführung an diesem zweiten Tag der Discovery Days bei Erema, der der Kreislaufwirtschaft gewidmet war, am wenig an einen Kreis erinnernden Materialflussdiagramm, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … brachte aber auch Lösungsansätze ins Gespräch. So etwa können bis zu 95% PE-HD-Rezyklate aus Post-Consumer-Kunststoffmüll in Behältern für Kosmetika zum Einsatz kommen, was die CO2 -Belastung halbieren kann und … (© Hanser/K. Klotz)

  • bis zu 70% rezykliertes PET in Lebensmittelverpackungen, ebenfalls aus Post-Consumer-Kunststoffmüll, bei einem dann um bis zu 40% niedrigeren CO2 -Fußabdruck (© Hanser/K. Klotz)

  • Wie sehr die Kunststoff-Recycling-Branche in den nächsten Jahren unter Druck sein wird, zeigte Antonino Furfari, Managing Director von Plastics Recyclers Europe (PRE), Brüssel/Belgien, auf. Zu allem Überfluss … (© Hanser/K. Klotz)

  • … machen auch noch EU-Kommission und hochrangige EU-Politiker öffentlich Druck, wie ein Blick in Social-Media-Kanäle lehrt. Eine enorme Kehrtwendung gegenüber früheren Zeiten, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … als z.B. 1996 das American Plastic Council noch argumentieren konnte, wie unbedenklich eine Deponierung von Kunststofffolien doch sei (© Hanser/K. Klotz)

  • Als einen Lösungsansatz propagierte Furfari das Online-Tool RecyClass, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … das eine Rangliste von Verpackungslösungen in Bezug auf ihre Rezyklierbarkeit liefern kann (© Hanser/K. Klotz)

  • Bei einer Podiumsdiskussion musste Moderator Steven Chaid allerdings verkünden, dass zwei Teilnehmer ihre Zusage kurzfristig zurückgezogen hatten: … (© Hanser/K. Klotz)

  • … Ineos wollte trotz vorheriger Zusage nicht mehr „Kurs auf den Kunststoff-Eisberg“ nehmen und … (© Hanser/K. Klotz)

  • … ebenso ExxonMobil, obwohl das Unternehmen nicht nur als Aussteller mit einem Stand durchaus vertreten war. So blieb mehr Zeit für die zwei verbliebenen Diskutanten, … (© Hanser/K. Klotz)

  • die Anton Wolfsberger (im Bild links), Head of Marketing Consumer Products und Pipe von Borealis, allerdings nicht nutzen wollte, um nach der Übernahme von mtm vor zwei Jahren und einer Investition vor wenigen Monaten Details über den nächsten Schritt im Recycling-Geschäft preiszugeben , über die auch schon Borealis-Kreislaufwirtschaftschef Günter Stephan am Vorabend Andeutungen gemacht hatte (© Hanser/K. Klotz)

  • Alexander van Veen, Managing Director/Commercial, Procurement & TS&D von Braskem Netherlands (Mitte), forderte ein Nachdenken darüber, ob z.B. Standbodenbeutel (Pouches) nicht durch Behälter aus festem Material ersetzt werden sollten, die zwar mehr Material benötigen, sich aber besser recyceln lassen als Multilayer-Filme, vor allem, wenn sie unterschiedliche Polymere enthalten (© Erema)

  • Auch in den USA haben die Kunststoffe ein Problem, wie Pamela Oksiuta, Senior Director of Global Sustainability bei SC Johnson in Racine, Wisconsin, berichtete (© Hanser/K. Klotz)

  • Von den potenziell nutzbaren Folien im Hausmüll landen 96% in der Deponie; sogar die in über 18.000 Geschäften aufgestellten Verpackungscontainer führen nur zu einem Rücklauf der vom Unternehmen verkauften Kunststoffbeutel im Promillebereich (© Hanser/K. Klotz)

  • Daher hat SC Johnson ein Recyclingprojekt auf den Weg gebracht und – nachdem sich in den USA keine Partner fanden – mit europäischer „Entwicklungshilfe” in einem halben Jahr als „Proof of Concept“ umgesetzt: Mit Anlagentechnik der Herbold Meckesheim GmbH, Meckesheim, wurden Original-US-Folien zerkleinert und gewaschen, mit Erema-Anlagen zu Granulaten aufbereitet und die Walter Kunststoffe GmbH, Wels/Österreich, fertigte daraus Müllsäcke, die … (© Hanser/K. Klotz)

  • … Pamela Oksiuta stolz als Leuchtturm-Projekt für den US-Markt präsentierte: Damit die US-Unternehmen den Erfolg nicht auf eine andere europäische Qualität beim Input schieben können, hat SC Johnson dazu extra Material aus einem amerikanischen Recyclingzentrum über den Atlantik transportieren und in Europa verarbeiten lassen (© Hanser/K. Klotz)

  • Ein besonders anschauliches Beispiel für Recycling ist der „Öli“. Lebenszweck dieses hier scheinbar unauffälligen Kübels ist das Einsammeln von Altspeiseölen – was in Österreich seit Jahren und sehr erfolgreich praktiziert wird. Obwohl er hohen Anforderungen unterliegt (hohe Temperatur- und Formstabilität), ist es vor wenigen Monaten gelungen, ihn aus Recyclingmaterial herzustellen. Inzwischen … (© Hanser/K. Klotz)

  • … freuen sich die Projektpartner, dass er nicht mehr nur in neutralem (aber vielleicht etwas langweiligem) Grau produziert werden kann, sondern auch in Rot oder Grün, zumal … (© Hanser/K. Klotz)

  • … das Original in feschem Orange daherkommt. Alle drei Farben, die Christoph Burgstaller, CEO TCKT – Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH, bei den Erema Discovery Days zum ersten Mal öffentlich präsentierte, wird es wohl in der Praxis nicht geben (© Hanser/K. Klotz)

  • Inhouse-Recycling war das Schwerpunktthema des dritten Tages der Discovery Days bei Erema. Randbeschnitt, etwa bei der Produktion von Folien, sofort wiederzuverwenden, spielt schon aus wirtschaftlichen Gründen eine große Rolle, daher auch beim Maschinenhersteller Brückner, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … wo Peter Bielansky, Process Engineering/Product Management, Brückner Maschinenbau GmbH & Co. KG aus Siegsdorf, den Stand der Kunst bei der Produktion biaxial verstreckter Folien referierte und die Qualitätsanforderungen an Regranulate beschrieb, die gewährleistet sein müssen, damit Folienproduktionslinien sich stabil betreiben lassen (© Hanser/K. Klotz)

  • Ebenfalls sehr hoch sind die Anforderungen bei der Herstellung von Hygieneprodukten – denn Windeln (egal ob für die weltweit wachsende Schar der Babys oder den noch attraktiveren Inkontinenzmarkt für die alternde Bevölkerung) sind heute richtige Hightech-Produkte. Speziell für die Herstellung der Backsheets kommen Anlagen der SML Maschinen Gesellschaft mbH zum Einsatz, über die Martin Kaltenecker, Head of Sales, des (noch) in Lenzing/Österreich ansässigen Unternehmens berichtete (© Hanser/K. Klotz)

  • Noch höheren Anforderungen unterliegt das Inhouse-Recycling, wenn es um Medizinprodukte geht. Harald Zodl, Senior Project Manager, Greiner Bio-One International GmbH (die Medical Division der Greiner Group), erläuterte, dass aufgrund des Produktspektrums zunächst PS auf das Inhouse-Recycling-Potenzial untersucht wurde. Derzeit laufen Untersuchungen zu PP, und es gibt Überlegungen, auch interne PET-Recyclate bei Greiner zu nutzen, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … wobei sich je nach Material sehr unterschiedliche, aber durchaus lukrative Kostenvorteile gegenüber Neuware ergeben können (© Hanser/K. Klotz)

  • Was wäre eine Hausmesse ohne die Vorführung laufender Maschinen? Während der Discovery Days gab es bei Erema mehrere solche Live-Demos, beispielsweise … (© Hanser/K. Klotz)

  • … unter Verwendung von Folienabfällen aus dem Gelben Sack (DSD 310). Dieses Post-Consumer-Inputmaterial weist noch relativ viel Feuchtigkeit auf und … (© Hanser/K. Klotz)

  • … enthält Kontaminationen wie Papier und Holz, die in der Intarema 1108 TVEplus … (© Hanser/K. Klotz)

  • … in zwei Stufen (hier Filter mit 110 µm und 200 µm Porengröße) entfernt werden, bevor … (© Hanser/K. Klotz)

  • … das PE-LD-Regranulat mit einem Durchsatz von bis zu etwa 450 kg/h erzeugt werden kann (© Hanser/K. Klotz)

  • Post-commercial-Kunststoffabfall: Verpackungsreste aus Folien, wie sie in Supermärkten massenweise anfallen, wurden ebenfalls live verarbeitet (© Hanser/K. Klotz)

  • Hohe Feuchtigkeitsreste und bis zu 5% Verunreinigungen (z.B. wie hier zu sehen durch Etiketten und Farbe) kennzeichnen dieses Polyethylen (LL/LLDPE 98/2), das … (© Hanser/K. Klotz)

  • … direkt aus den Transportbehältern in den Schlund der Intarema 1714 TVEplus wandert, … (© Hanser/K. Klotz)

  • … wo ein 110-µm-Laserfilter Verunreinigungen abscheidet und schließlich … (© Hanser/K. Klotz)

  • … das rPE-Granulat zum Vorschein kommt (© Hanser/K. Klotz)

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Weiterführende Information
  • 17.07.2018

    Österreichs größter Polyethylen-Recycler wird geschluckt

    Borealis will Ecoplast Kunststoffrecycling übernehmen

    Aufbruchstimmung im Kunststoffrecycling: Ein Vorarlberger Recycler investiert 10 Mio. Euro in den Ausbau seiner Produktion - was ihn anscheinend für einen Rohstoffhersteller wie Borealis noch attraktiver macht.   mehr

  • 05.07.2018

    Die aktuellste Frage der Kunststoffbranche

    Erema veranstaltete Discovery Days 2018 zu Recycling

    Spezialist für Kunststoffrecyclingmaschinen schuf mit seiner Hausmesse ein gut besuchtes Forum, in dem Rohwarehersteller, Produzenten, Verarbeiter und Recycler der Frage nachgingen, wie die Kunststoffindustrie ein höheres Recycling-Niveau erreichen könnte.   mehr

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